Rettungseinsatz

Verletzte bei Unfall mit Militärfahrzeugen auf der B85 bei Teisnach

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Mehrere Fahrzeuge seien bei dem Unfall ineinander gerutscht und von der Fahrbahn abgekommen. Auch Militärfahrzeuge waren am Unfall beteiligt.

Mehrere Fahrzeuge seien bei dem Unfall ineinander gerutscht und von der Fahrbahn abgekommen. Auch Militärfahrzeuge waren am Unfall beteiligt.

Von Redaktion idowa, und Thomas Hobelsberger

Großalarm für die Rettungskräfte im Landkreis Regen: Zu einer Massenkarambolage, bei der auch Bundeswehrfahrzeuge beteiligt waren, ist es am Dienstagmorgen auf Höhe Weiden bei Arnetsried, Gemeinde Teisnach, gekommen. Die B85 musste vollständig gesperrt werden – mitten während des Berufsverkehrs.

Ursache für den Unfall um 7.45 Uhr sei wohl Glätte gewesen, wie die Polizei mitteilt. Ein 19-Jähriger war mit seinem Hyundai nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Ein nachfolgender Lastwagen konnte noch rechtzeitig bremsen, ebenso eine 41-Jährige mit ihrem Skoda hinter diesem.

Eine 43-jährige Frau aber fuhr mit ihrem Pkw auf den vor ihr bremsenden Skoda auf. Dahinter fuhren vier Kleinbusse, die aufgrund der Glätte und des Unfalls vor ihnen nach rechts von der Fahrbahn abkamen und dort noch kollidierten. Wie es von der Feuerwehr heißt, seien die Bundeswehrfahrzeuge auf dem Weg zu einer Übung gewesen. Sie hätten jedoch keine scharfe Munition mitgeführt. Zur Unfallaufnahme waren Feldjäger aus Roding vor Ort.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Wehren Kaikenried, Arnetsried, March, Linden, Regen, Sohl, Teisnach, Triefenried und die Stadtfeuerwehren Regen und Viechtach wurden alarmiert und mit zahlreichen Kräften, zwei Kreisbrandinspektoren – Hermann Keilhofer und Christian Stiedl – sowie mehreren Kreisbrandmeistern vor Ort.

 Alles in allem sei es für die Unfallbeteiligten noch glimpflich ausgegangen, wie BRK-Pressesprecher Andreas Weichselgartner betont. Entgegen ersten Meldungen wurde niemand eingeklemmt. Zwölf Personen seien verletzt worden, acht da davon wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Nur eine unfallbeteiligte Person wurde mit mittelschwere Verletzungen ausgeflogen. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in ein spezialisiertes Traumazentrum. Rund 35 ehrenamtliche und hauptamtliche Einsatzkräfte waren zur Unfallstelle geeilt, sie waren mit mehreren Rettungswagen gekommen. Christian Aulinger und der leitende Notarzt Dr. Daniel Jonas-Klemm koordinierten den Einsatz.

Unterstützt wurden sie dabei von der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung sowie mehreren dienstfreien Einsatzleitern des BRK-Regen, die sich sofort einsatzbereit meldeten. Auch die Helfer vor Ort Ruhmannsfelden leisteten Hilfe. „Ein großes Dankeschön gilt den engagierten Ersthelfern, die bis zum Eintreffen der Profis wichtige Hilfe geleistet haben. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen und der Einsatzleitung verlief reibungslos und hochprofessionell“, betonte die Einsatzleitung.
 

Mehrere Fahrzeuge rutschten von der Straße ab. Die Straße wurde zur Räumung der Unfallstelle komplett gesperrt.
Mehrere Fahrzeuge rutschten von der Straße ab. Die Straße wurde zur Räumung der Unfallstelle komplett gesperrt.
Mehrere Fahrzeuge rutschten von der Straße ab. Die Straße wurde zur Räumung der Unfallstelle komplett gesperrt.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte zur Unfallstelle aus.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte zur Unfallstelle aus.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte zur Unfallstelle aus.

Die B85 musste während der Bergungsarbeiten den ganzen Vormittag vollständig gesperrt werden. Erst in der Mittagszeit wurde die Straße wieder freigegeben.

Auch Regens Landrat Ronny Raith hatte sich sofort auf dem Weg gemacht. „THL5, das ist das höchste Alarmzeichen“, sagt er. Zuerst habe es ja noch geheißen, Waffen und Munition seien im Spiel, außerdem wurde gemeldet, dass ein Bus beteiligt war. Raith ist froh, dass nicht mehr passiert sei und zollt den vielen Rettern Respekt. Es sei unglaublich, was die Ehrenamtlichen an einem Werktag 7.45 Uhr in der Früh gemeinsam auf die Beine stellen können.

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