Fahndung läuft
Straubinger BKH-Patient ist weiter auf der Flucht

dpa/Armin Waigel
Ein BKH-Patient war von einem „unbeaufsichtigten Geländeausgang“ nicht zurückgekehrt - und ist seitdem auf der Flucht.
Am vergangenen Samstag hat das Bezirkskrankenhaus Lerchenhaid der Polizei einen abgängigen Patienten gemeldet. Der 25-Jährige ist von einer Lockerungsmaßnahme, einem Ausgang im unmittelbaren Umfeld der Klinik, sogenannter „unbeaufsichtigter Geländeausgang“ nicht zurückgekommen.
Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, läuft die Fahndung, hat aber noch keine neuen Erkenntnisse gebracht. Der Mann wird so beschrieben: 1,77 Meter groß, rundliches Gesicht, dunkle kurze Haare, Kinnbart, kleine Narbe auf der rechten Gesichtsseite.
Die Pressestelle des Bezirks teilt in Absprache mit der Klinikleitung auf Anfrage unserer Mediengruppe mit, dass es sich bei dem abgängigen Patienten um einen „osteuropäischen Staatsangehörigen“ handelt, der keinen Bezug zur Region habe. Zum Delikt, das dem Patienten zur Last gelegt wird, äußert sich die Pressestelle nicht und beruft sich auf die ärztliche Schweigepflicht.
Betont wird neuerlich, dass von dem Patienten keine Gefahr ausgehe, er stehe nicht im Zusammenhang mit einem Gewaltdelikt. Der Mann befindet sich seit September 2025 im BKH Lerchenhaid „im Sucht-Bereich“, weil gerichtlich eine Suchttherapie (Paragraph 64) angeordnet sei. Er habe bereits einige Lockerungsmaßnahmen - begleitet und unbegleitet - bewilligt bekommen, so die Klinikleitung, und sich dabei bisher immer unauffällig und regelkonform verhalten. Der 25-Jährige habe mit dem jetzigen Lockerungsmissbrauch seine Therapie verspielt. Wird er aufgegriffen, stellt die Klinik Antrag bei Gericht, dass er in ein Gefängnis überstellt wird. Dass diese Folge drohe, wüssten die Patienten, so die Klinikleitung.












