Gegendemo der Linken

Neuerlicher "Corona-Spaziergang" am Stadtplatz


Die "Spaziergänger" bewegten sich diesmal nur im Bereich rund um den Stadtturm, flankiert von Polizeifahrzeugen und einem Aufgebot an Einsatzkräften, das kleiner war als am vergangenen Montag.

Die "Spaziergänger" bewegten sich diesmal nur im Bereich rund um den Stadtturm, flankiert von Polizeifahrzeugen und einem Aufgebot an Einsatzkräften, das kleiner war als am vergangenen Montag.

Ein neuerlicher sogenannter "Corona-Spaziergang" von Impfgegnern und Kritikern staatlicher Corona-Maßnahmen hat am Montagabend, ab 18 Uhr, auf dem Stadtplatz stattgefunden. Die Versammlung war auch diesmal nicht bei den Behörden angemeldet. In den sozialen Medien hatte es entsprechende Aufrufe gegeben.

Die "Spaziergänger" bewegten sich diesmal nur im Bereich rund um den Stadtturm, flankiert von Polizeifahrzeugen und einem Aufgebot an Einsatzkräften, das kleiner war als am vorangegangenen Montag. Am Theresienplatz hatten sich parallel zehn Teilnehmer einer von der Partei Die Linke angemeldeten Gegen-Versammlung formiert. Sie riefen auf zu "nachdenken statt querdenken" und "Mit Nazis geht man nicht spazieren". Ein angemeldeter Infostand der AfD am Ludwigsplatz ist ausgeblieben.

Die Stadt hatte eine weitere bis Montagabend geltende Allgemeinverfügung erlassen, wonach nur "ortsfeste" Versammlungen im Zusammenhang mit "Corona-Spaziergängen" zulässig sind, "um das Grundrecht der Versammlungsfreiheit zu gewährleisten, Unbeteiligte zu schützen und gesetzliche Vorschriften einzuhalten".

Die Polizei schätzt die Zahl der Teilnehmer des "Corona-Spaziergangs" am Stadtplatz in der Spitze auf 400. Die "Spaziergänger" hatten diesmal kaum Kinder dabei, allerdings wieder etliche Hunde. Die intervallmäßigen Durchsagen der Polizei, dass es sich um eine unangemeldete Versammlung handelt, quittierten die "Spaziergänger" jeweils mit lautstarken Buhrufen und mit Trillerpfeifen. Gegen eine Teilnehmerin wurde Anzeige erstattet, weil sie Pfefferspray mit sich führte. Sie erwartet ein Strafverfahren. Die Polizei, die von den Zentralen Ergänzungsdiensten Straubing unterstützt wurde, bilanzierte ansonsten einen störungsfreien Verlauf. Gegen 19.15 Uhr hat sich das Versammlungsgeschehen am Stadtplatz aufgelöst.