Markenrechte verkauft
Kein Investor: Passauer Modemarke Eterna stellt Geschäftsbetrieb ein

Horst Galuschka/Imago
Der Gläubigerausschuss hat bereits der Schließung des Unternehmens zugestimmt, die im Sommer 2026 abgeschlossen sein soll.

Beim Hemden- und Blusenhersteller Eterna aus Passau ist im Sommer Schluss. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, ist der Investorenprozess gescheitert. Der Geschäftsbetrieb werde im Laufe des Sommers eingestellt und die Marke verkauft.
Als Eterna im vergangenen Dezember einen Insolvenzantrag auf Eigenverwaltung beim Amtsgericht Passau gestellt hatte, hatte Insolvenzexperte Georg Bernsau von der Kanzlei K&L Gates LLP noch von mehr als 20 Investorenanfragen und einem riesigen Interesse gesprochen. Nun steht der Mitteilung zufolge allerdings fest, dass der angestrengte Verkaufsprozess ohne Ergebnis beendet wurde – eine Weiterführung des Geschäftsbetriebs in Passau sei somit ausgeschlossen. Keiner der Interessenten sei bereit gewesen, ein Angebot abzugeben, um das Unternehmen als Ganzes zu übernehmen. Lediglich für die Marke Eterna konnte demnach ein Käufer gefunden werden.
Der Gläubigerausschuss habe bereits der Schließung des Unternehmens zugestimmt, die im Sommer 2026 abgeschlossen sein soll. Das Amtsgericht Passau eröffnete Eterna zufolge am 1. März das Insolvenzverfahren und ordnete die Eigenverwaltung an.
Eine Anfrage unserer Mediengruppe, was die Meldung konkret für die Mitarbeiter bedeutet, ließ Eterna ebenso wie die Frage nach der derzeitigen Mitarbeiteranzahl unbeantwortet. Im Dezember sollen knapp 1.000 Mitarbeiter beim Unternehmen beschäftigt gewesen sein, darunter laut Firmenwebseite rund 400 am Passauer Hauptsitz.
Bereits seit Längerem wirtschaftliche Probleme
Die Hemden und Blusen des im Jahr 1863 gegründeten Unternehmens sind in vielen Kaufhäusern und Textilgeschäften zu finden. Eine Hauptkundengruppe sind Büroangestellte und Manager.
In der Pressemitteilung von Eterna ist von schwierigen Zeiten in der Modebranche die Rede. „Umsätze sind angesichts der schwachen Konjunktur rückläufig, die Kosten für Gehälter, Energie und anderes sind indes gestiegen.“
Wirtschaftlich hat Eterna bereits seit Längerem Probleme. Besonders die Corona-Pandemie traf das Unternehmen schwer. 2020 summierte sich der Verlust Eternas etwa auf neun Millionen Euro. Bereits 2021 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht durchlaufen. Grundlage war das Unternehmensstabilisierungsgesetz, das Sanierungen ohne ein reguläres Insolvenzverfahren erleichtern soll.












