Transformation
Modemarke Eterna aus Passau stellt Insolvenzantrag

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Das Modeunternehmen Eterna mit Sitz in Passau betreibt auch selbst Geschäfte in ganz Deutschland.


Der Hemden- und Blusenhersteller Eterna ist finanziell erneut in Schieflage geraten. Die Passauer Modemarke hat einen Insolvenzantrag auf Eigenverwaltung beim Amtsgericht Passau gestellt. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Mittwochmorgen mit.
Der Antrag sei laut Eterna notwendig, um „den letzten Meilenstein in der Transformation der Firma, das vollständige Outsourcing der Logistik sowie den Verkauf und die Rückmietung des Betriebsgrundstücks“ zu ermöglichen. Bisher hatten sich laut Pressemitteilung auf dem Grundstück besicherte Finanzgläubiger gegen das Vorhaben gestellt. Am derzeitigen Geschäftsbetrieb und der Geschäftsführung des Unternehmens soll sich jedoch nichts ändern. Die Geschäftsführung von Eterna soll bei der Sanierung von dem Insolvenzexperten Georg Bernsau von der Kanzlei K&L Gates LLP unterstützt werden. Bernsau zufolge gibt es bereits mehr als 20 Investorenanfragen. „Das Interesse ist riesig“, sagte er.
Die Hemden und Blusen des im Jahr 1863 gegründeten Traditionsunternehmens mit seinen knapp 1.000 Beschäftigten sind in vielen Kaufhäusern und Textilgeschäften zu finden. Am Passauer Hauptsitz seien es laut Firmenwebsite gut 400 Mitarbeiter. Eine Hauptkundengruppe sind Büroangestellte und Manager. Wirtschaftlich hat Eterna bereits seit Längerem Probleme. Besonders die Corona-Pandemie traf das Unternehmen schwer. 2020 summierte sich der Verlust Eternas etwa auf neun Millionen Euro. Bereits 2021 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht durchlaufen. Grundlage war das Unternehmensstabilisierungsgesetz, das Sanierungen ohne ein reguläres Insolvenzverfahren erleichtern soll. Für Rückfragen stand das Unternehmen nicht zur Verfügung.











