Musik

Weihnachtskonzert der Kastulus-Realschule

Viel Beifall für stimmungsvolle Beiträge


Die immer wieder begeisternde Chorklasse 6 c.

Die immer wieder begeisternde Chorklasse 6 c.

Schade, dass Schulkonzerte in der Regel nur von Mama, Papa, Oma, Opa besucht werden. Oft kommt nämlich sehr Schönes und Hörenswertes heraus. Das war auch am Dienstagabend beim Weihnachtskonzert der Kastulus-Realschule der Fall. Sogar die sonst eher unangenehme Aula des Realschul-Gebäudes hatte man zum dreigeschossigen Konzertraum umfunktioniert und überzeugte das voll besetzte Auditorium. Viele der stimmungsvollen Beiträge kamen von der Chorklasse 6 c, die immer wieder aufs Neue als positiv überraschender Dreh- und Angelpunkt des Konzerts fungierte. Auf dieser Folie konnten sich die anderen Beiträge gut entfalten. Die Aufregung ist an solchen Abenden vor vollem Haus natürlich groß. Dennoch kam manches ob der Adventszeit angemessen unaufgeregt. So gab es immer wieder den verdienten Applaus samt zugehöriger Begeisterung. Das Programm wirkte auf den ersten Blick nicht nur herausfordernd, sondern etwas umfangreich. Heraus kam aber ein kurzweiliges Konzert ohne Notwendigkeit, auf die Uhr zu schauen. Kastulus Brass ließ zunächst den instrumentalen "Weihnachtsruf" vom "Balkon" aus ertönen und stimmte klangvoll aufs Beste in das Konzert ein. Die Bläserklasse der 5 b, und damit eigentlich noch unerfahrene Instrumentalisten, setzte daran schwungvoll mit einem "Weihnachtsmedley" an. Es folgte mit "Alle Jahre wieder" der erste von mehreren Auftritten der Chorklasse 6 c. Die zarten Stimmen der Schülerinnen und Schüler vor dem Stimmbruch sind immer etwas Besonderes, aber auch die oft unverstellte Freude dieses besonderen Alters. Egal ob "pur" oder mit Requisiten wie Nikolausmütze oder Glocken, die Chorklasse steigerte sich von Lied zu Lied und faszinierte. Doch die anderen Akteure wussten sich nicht minder, wenn auch stets unaufdringlich, in Szene zu setzen. Die Kastulus Voices setzten Akzente gerade durch die erwachseneren Stimmen und eine gewisse Souveränität. Die Schulband überzeugte mit ihrem glatt-geschmeidigen Sound. Junge Solisten an Akkordeon oder Gitarre spielten bereits mit gewisser Souveränität, während die Volksmusikgruppe mit einer guten Hackbrett-Spielerin ihren Teil an Traditionellem beitrug. Schön auch der Beitrag der Klasse 4 c des Schulförderzentrums. Der Lehrerchor, der sich bewusst als Teil der Schulfamilie einbrachte, machte zuletzt das Konzert mit Erfahrung und ausgeprägten Stimmen rund und stimmig. Die Vielseitigkeit und der Abwechslungsreichtum machten das Weihnachtskonzert der Realschule zu jeder Minute hörenswert. Hinzu kam der Spaß an der Musik, zu dem Lampenfieber und auch ein oder zwei falsche Töne gehörten, die das Schulkonzert erst rund und stimmig machten. Die Musikauswahl war erstaunlich, weil nicht nur auf Traditionelles, sondern auch Modernes wie "Rudolf hat es eilig" gesetzt wurde. Das machte Laune, ohne die besinnlich-stade Zeit allzu sehr aufzumischen. Leuchtende Kinderaugen, kleines Winken ins Publikum, wo die Familie sitzt, und eine Portion Stolz gehörten dazu und machten den Abend erst vollkommen. Erst recht, wenn zum Schluss natürlich noch ein glückliches Weihnachtsfest gewünscht wurde und hoffentlich auch so kommt.

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