Lagerhalle in Flammen

Großeinsatz auf Gelände einer Biogasanlage in Unterprombach

Die erste Alarmmeldung ging von einem Flächenbrand aus, doch schnell war klar: Dieses Szenario ist weitaus größer. Vorrangiges Ziel war es, die angrenzenden Gebäude zu halten. Insgesamt waren 170 Einsatzkräfte vor Ort.

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Beim Eintreffen der ersten Wehren brannte die Lagerhalle lichterloh.

Beim Eintreffen der ersten Wehren brannte die Lagerhalle lichterloh.

Die schwarzen Rauchschwaden über Unterprombach (Stadt Roding) waren kilometerweit zu sehen. Auf dem Gelände der dortigen Biogasanlage war am Samstagabend gegen 21.50 Uhr eine Lagerhalle in Brand geraten, was ein Großaufgebot von Rettungskräften erforderlich machte. Fast zeitgleich wurden weitere Wehren zu einem vermeintlichen Brand nach Wetterfeld alarmiert.

Zunächst sah alles ganz harmlos aus. Das erste Alarmstichwort B1 Brand Freifläche ließ einen Routineeinsatz für die Feuerwehren Kalsing und Roding erwarten. Doch schon bei der Anfahrt zeigte sich das wahre Ausmaß und vor allem der Ort des Brandes. Umgehend wurde das Alarmstichwort auf Brand Biogasanlage erhöht, was gemessen an den Einsatzmitteln einer Alarmstufe B5 gleichkommt. Fast zeitgleich trafen die örtlich zuständige Wehr aus Kalsing mit Einsatzleiter Stefan Hecht und die Feuerwehr Roding ein, die sofort mit dem Tanklöschfahrzeug die Brandbekämpfung übernahm, während die Kalsinger eine Wasserförderung aus einem Weiher aufbauten und erste Schläuche verlegten.

Von der Drehleiter aus wurde das mit Photovoltaikpaneelen belegte Dach gelöscht.
Von der Drehleiter aus wurde das mit Photovoltaikpaneelen belegte Dach gelöscht.
Von der Drehleiter aus wurde das mit Photovoltaikpaneelen belegte Dach gelöscht.
Oberste Priorität war es, den Fermenter auf der einen und die mit viel Technik ausgestatteten Gebäude der Biogasanlage auf der anderen Seite der brennenden Lagerhalle zu halten.
Oberste Priorität war es, den Fermenter auf der einen und die mit viel Technik ausgestatteten Gebäude der Biogasanlage auf der anderen Seite der brennenden Lagerhalle zu halten.
Oberste Priorität war es, den Fermenter auf der einen und die mit viel Technik ausgestatteten Gebäude der Biogasanlage auf der anderen Seite der brennenden Lagerhalle zu halten.

Vorrangiges Ziel war es, den Fermenter auf der einen und die mit viel Technik bestückten Gebäude der Biogasanlage auf der anderen Seite der Lagerhalle zu halten, schilderte Rodings Kommandant Alexander Tag. „Da haben wir richtig Dusel gehabt.“ Relativ zügig waren die Flammen eingedämmt und abgelöscht, was von zwei Seiten und teilweise unter Atemschutz geschah. Im Einsatzleitwagen der Feuerwehr Roding und bei der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung liefen sämtliche Fäden zusammen. Aus der Luft versorgte die Drohne der Rodinger Wehr die Einsatzkräfte mit aufschlussreichen Bildern. Insgesamt waren rund 170 Personen von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei vor Ort. Nach gut eineinhalb Stunden begannen die Einsatzkräfte unter Mithilfe des Eigentümers damit, das Lager zu leeren, um Nachlöscharbeiten vornehmen zu können.

Da parallel ein - letztendlich ergebnisloser - Einsatz an der Grundbachstraße in Wetterfeld lief, wurden von dort weitere Wehren nach Unterprombach abgezogen. Das BRK war mit zwei Rettungswagen vor Ort, wobei einer davon einen Feuerwehrler mit Fußverletzung ins Krankenhaus brachte, berichtete Einsatzleiterin Sonja Muhr. Zudem rückte der Getränkewagen des BRK an, um die Feuerwehrler bei Temperaturen von immer noch 25 Grad mit Flüssigkeit zu versorgen.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl und Vizebürgermeister Dr. Reinhold Schoierer machten sich ein Bild der Lage, wobei Riedl den Einsatzkräften ihren Dank und ihre Anerkennung aussprach. Viele von ihnen hatten kurz zuvor noch beim Rodinger Volksfest oder beim Treimbacher Kirta zusammengesessen, dort alles stehen und liegen gelassen, um auszurücken. Ein solches Engagement sei nicht selbstverständlich und mache die Feuerwehren im Landkreis aus.

Bei ihrem Einsatz konnten die Feuerwehren auf Erfahrungen aus der Brandschutzwoche im Jahr 2023 zurückgreifen. Damals war die Lagerhalle, die nun in Flammen stand, Übungsobjekt für zehn Feuerwehren des KBM-Bereiches Roding.

Eingesetzte Wehren

Kalsing, Obertrübenbach, Roding, Ziehring, Wiesing, Regenpeilstein, Mitterdorf, Pösing, Stamsried, Schorndorf, Michelsneukirchen, Cham (Gerätewagen Messen), Katzbach-Loibling (UG ÖEL), Furth im Wald (Gerätewagen Atemschutz).

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