Militär

Zum Wehrdienst gezwungen: Massenflucht aus Myanmar


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Hochrangige Soldaten während einer Zeremonie zum 76. Jahrestag der Unabhängigkeit Myanmars in Naypyitaw.

Von dpa

Doe Doe ist erst 19 Jahre alt, aber in seinem jungen Leben hat er schon schwere und folgenreiche Entscheidungen treffen müssen. Als sich das Militär in seiner Heimat Myanmar 2021 an die Macht putschte, brach er kurz vor seinem geplanten Abschluss die Schule ab. Einem von der Junta kontrollierten Schulsystem wollte er sich nicht unterordnen. Nachdem die Generäle nun angekündigt haben, ein bisher inaktives Gesetz zur Wehrpflicht durchzusetzen, hat er sich in der Stadt Mandalay den "Volksverteidigungskräften" (PDF) angeschlossen, die in vielen Landesteilen die Armee bekämpfen.

"Meinen Eltern habe ich davon nichts erzählt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. "Jetzt nehme ich hier an einer Kampfausbildung teil - es ist Zeit, dass wir uns endlich wehren." Noch während er spricht, sind plötzlich Kampfflugzeuge zu hören, die Bomben abwerfen. Durch das Telefon sind Schreie zu hören.


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