Filmfestspiele

Berlinale: Raubkunst-Doku von Mati Diop gewinnt Hauptpreis


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Der Dokumentarfilm «Dahomey» von der in Frankreich geborenen Regisseurin Mati Diop hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen.

Von dpa

Zum zweiten Mal in Folge hat am Samstagabend ein Dokumentarfilm den wichtigsten Preis der Berlinale, den Goldenen Bären, gewonnen: "Dahomey" von der in Frankreich geborenen Regisseurin Mati Diop. Ihr Film setzt sich mit der Rückgabe von Kunstschätzen auseinander, die 1892 aus dem westafrikanischen Benin, einst Dahomey, geraubt wurden. "Zurückzugeben heißt, Gerechtigkeit zu üben", sagte Diop, als sie den Preis entgegennahm.

Die 41-Jährige mit senegalesischen Wurzeln begleitet in "Dahomey" 26 Statuen auf der Reise aus Frankreich in ihr Ursprungsland. Insgesamt wurden vor rund 130 Jahren etwa 7000 Kunstwerke gestohlen, die sich noch heute in Frankreich befinden.

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Beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle: Sebastian Stan, hier bei der Abschlussgala im Berlinale Palast.

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Martin Gschlacht hat die Kamera bei dem Film «Des Teufels Bad» geführt.

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Der deutsche Regisseur Matthias Glasner war mit seinem Drama «Sterben» im Wettbewerb.

Der Große Preis der Jury ging in diesem Jahr nach Südkorea. Die Jury zeichnete das skurrile Kammerspiel "Yeohaengjaui pilyo" ("A Traveler's Needs") des südkoreanischen Regie-Veteranen Hong Sangsoo mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle aus. Der rumänisch-US-amerikanische Schauspieler Sebastian Stan erhielt einen Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle in der Tragikomödie "A Different Man".

Der Preis für die beste Nebenrolle ging an die Britin Emily Watson in dem irisch-belgischen Drama "Small Things Like These". Den Preis der Jury gewann die Science-Fiction-Parodie "L’Empire". Der Dominikaner Nelson Carlos De Los Santos Arias gewann für den Experimentalfilm "Pepe" über ein totes Nilpferd in Kolumbien den Silbernen Bär für die beste Regie.

Für eine herausragende künstlerische Leistung wurde der österreichische Kameramann Martin Gschlacht mit einem Silbernen Bären geehrt. Er erhielt den Preis für seine Arbeit am morbiden Historiendrama "Des Teufels Bad".


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