Zwischenetappe beendet

Suche nach Atommüll-Endlager geht weiter


Bis zum Jahr 2031 will Deutschland einen Standort zur Entsorgung von Atommüll gefunden haben. (Symbolbild)

Bis zum Jahr 2031 will Deutschland einen Standort zur Entsorgung von Atommüll gefunden haben. (Symbolbild)

Von mit Material der dpa

Eine weitere Etappe zur Beteiligung der Öffentlichkeit an der Suche nach einem Atommüll-Endlager ist zu Ende gegangen. Wie das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) mitteilte, sind am Dienstag die Beratungsergebnisse des Bürger-Beteiligungsformats "Fachkonferenz Teilgebiete" an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) übermittelt worden.

Eines der zentralen Anliegen ist dem Abschlussbericht zufolge, die Bevölkerung in den kommenden Jahren noch stärker am Auswahlverfahren für einen geeigneten Endlager-Standort zu beteiligen.

Deutschland will bis 2031 einen endgültigen Standort zur Entsorgung seiner hochradioaktiven Abfälle gefunden haben. Gesetzlich vorgesehen ist, dass auch die Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Formate an diesem Suchprozess teilhaben.

Am Beteiligungsformat "Fachkonferenz Teilgebiete", das nun zu Ende geht, hatten Umweltverbände aufgrund des pandemiebedingten rein digitalen Konferenzformats zuletzt heftige Kritik geübt.

BASE-Präsident Wolfram König zog am Dienstag trotz aller Kritik eine insgesamt positive Bilanz des Austauschs mit Bürgern, Kommunen, Organisationen und Wissenschaftlern. "Die Öffentlichkeitsbeteiligung in Zeiten der Corona-Pandemie zu ermöglichen, war herausfordernd, erwies sich aber als richtige Entscheidung, die das Endlager-Suchverfahren vorangebracht hat", sagte König. Das Bundesamt BASE, dem König vorsteht, hat die Aufsicht über die Endlager-Suche in Deutschland. Die Bundesgesellschaft BGE verantwortet die Auswertung von geologischen Daten zu den jeweiligen potenziellen Standorten.

Seit 2017 läuft das Standortauswahlverfahren für ein Endlager. Die BGE hatte im September 2020 ihren "Zwischenbericht Teilgebiete" veröffentlicht und darin 54 Prozent des Bundesgebiets als geologisch für ein Endlager geeignet ausgewiesen. Wann genau die weitere Eingrenzung der möglichen Standorte folgen soll, ist bislang unklar. Die BGE möchte den Angaben zufolge im Frühjahr 2022 die Methoden vorstellen, nach denen sie die potenziellen Standortregionen ermitteln will.