Zu viel Regen auf einmal Land unter in Cham-Janahof

Bis zu 40 Liter Regen kamen in Janahof auf den Quadratmeter. Foto: nik

Land unter in Cham-Janahof. Die Feuerwehrleute mussten am späten Dienstagnachmittag zu Einsätzen an der Meisen- und Amselstraße ausrücken. Wasser stand auch am Mittelweg, wo es sich sogar den Weg in die Behindertenwerkstätten suchte.

Von den Wassereinbrüchen am späten Nachmittag betroffen, waren auch die Märkte an der Rodinger Straße und Privathäuser.

Bis zu 40 Liter Wasser pro Quadratmeter brachte der Regen zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr für die Kreisstadt. Während im Osten bis zu fünf Zentimeter dicke Hagelkörner aus den Wolken fielen, war es im Süden eben der sintflutartige Regenfall.

Brennpunkt war Janahof, wo während des Platzregens binnen kurzer Zeit zig Liter Regen vom Himmel fielen. Fatalerweise verstopfte Rindenmulch aus den Randstreifen die Abläufe und Gullys, was Straßen und auch die Parkplätze vor dem Drogeriemarkt, dem Discounter und dem Baumarkt überflutete. Der Rückstau des Wassers war so enorm, dass die Fluten sogar bis in die Geschäfte liefen und dort teilweise fußhoch standen.

Zehn Einsätze verzeichneten die Feuerwehren in diesem Bereich, berichtet die örtliche Einsatzleitung um Kommandant Markus Reittinger und Kreisbrandmeister Thomas Wittmann.

Um die Lage in den Griff zu bekommen, säuberten Feuerwehrleute die Abläufe und gewährleisteten so das Wegfließen des Wassers in diesem Bereich. Darüber hinaus entfernten sie das Wasser aus den Verbrauchermärkten. Im Obi-Baumarkt kam das Wasser zwar nicht vom Parkplatz, dafür von der Decke.

An der Hans-Eder-Straße kam es ebenfalls zu massiven Wassereinbrüchen in die Behindertenwerkstätten. Kanal und Regenrinnen hielten der zeitweise enormen Belastung durch die Regenmassen nicht mehr stand.

Zurückdrückendes Wasser suchte sich über die Fenster seinen Weg ins Innere der Hallen. Mitarbeiter und Feuerwehr arbeiteten eng zusammen, um das Nass zu entfernen. Eine gemeldete Einsatzstelle am Schulberg erwies sich als nicht weiter dramatisch. Eine Gefährdung durch vom Regenwasser nach oben gedrückte Kanaldeckel bestätigten sich nach Kontrolle durch die Chamer Wehr nicht.

Neben den städtischen Floriansjüngern rückten die Altenmarkter, Chammünsterer und Windischbergerdorfer Feuerwehrleute aus. Während Altenmarkt selbst zwei Einsätze abzuarbeiten hatte, unterstützten die anderen Einsatzzüge die Kollegen der Stadfeuerwehr mit Gerät und Manpower.

Die Unwetterschneise kam aus Richtung Wetterfeld. Dort mussten Feuerwehren zum Einsatz wegen Überflutungen ausrücken. Betroffen waren laut Kreisbrandrat Michael Stahl außerdem Gebiete rund um Zell und Wald. In Summe hätten in dieser Zeit etwa 25 Einsätze die Feuerwehren im Landkreis Cham gefordert.

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