In wenigen Tagen lodern in ganz Bayern wieder die Osterfeuer. Doch dieser Brauch führt jedes Jahr zu allerlei Brandverletzungen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen. "Besondere Vorsicht gilt, wenn es sich um offene Feuer handelt und es zuvor über einen längeren Zeitraum trocken war", gibt der Deggendorfer Kreisbrandrat Alois Schraufstetter zu bedenken. Diese zehn Dinge sollten Sie unbedingt beachten:

  • Melden Sie das  Osterfeuer bei der zuständigen Behörde an (häufig das Ordnungsamt)  – Sie vermeiden so einen Fehleinsatz der Feuerwehr.
  • Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz. Schichten Sie das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal um, denn viele Tiere wie Igel und Vögel nutzen die Haufen als Unterschlupf.
  • Halten Sie eine Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst frei.
  • Der Sicherheitsabstand des Feuers sollte mindestens 50 Meter zu Gebäuden und Bäumen und mindestens 100 Meter zu Straßen betragen. Beachten Sie auch die Windrichtung.
  • Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko.
  • Sorgen Sie dafür, dass sich das Feuer nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie besonders auf kleine Kinder auf. 
  • Strohballen können sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
  • Kühlen Sie kleinere Verbrennungen über mehrere Minuten mit Wasser. Großflächigen Verbrennungen sollten nur abgelöscht werden. Alarmieren Sie sofort den Notarzt über die Notrufnummer 112.
  • Verlassen Sie als Veranstalter die Feuerstelle nur, wenn sie komplett erkaltet ist.
  • Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten, alarmieren Sie sofort die Feuerwehr über Notruf 112.