Zehn Cent Trinkgeld? Kommentar: Geiz und Gier

Die Meinungen in Sachen Trinkgeld bei einem Bierpreis von 9,90 Euro gehen auseinander. (Symbolfoto) Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

War das nicht schön, dass man sich mal eine Woche lang hauptsächlich über den guten, alten Bierpreis aufregen konnte? Coronamaßnahmen, Ukraine-Krieg, Stadttheater, Westtangente - alles mal vergessen, um sein Mütchen an der vermeintlichen Gier ruchloser Festwirte zu kühlen. Dabei geht es doch eigentlich nur um den Geiz des Einzelnen.

Wer sich eine Maß für knapp zehn Euro leisten kann, bei dem sollte auch noch ein Euro extra für die Bedienungen drin sein. Ohne die wäre es nämlich ganz schnell aus mit der zuletzt so viel besungenen Bierzeltkultur. Statt über einen Trinkgeld-feindlichen Bierpreis von 9,90 Euro zu schimpfen, also einfach mal elf Euro hergeben - und schon hat man wieder Kleingeld fürs nächste Trinkgeld.

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