Wolfsübergriffe auf Nutztiere CSU und Freie Wähler wollen Schutzstatus des Wolfes lockern

Ein Wolf steht in einem Gehege im Wildpark. Foto: Swen Pförtner/dpa/Symbolbild/dpa

Der Wolf verärgert Bauern. Sie fürchten um ihre Tiere. Die Koalition debattiert nun darüber, inwiefern der Wolf geschützt bleiben soll. Die Freien Wähler bringen sogar einen Abschuss ins Spiel.

Der Schutzstatus des Wolfes soll nach dem Willen der Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern auf den Prüfstand. SPD und Grüne fordern, den Herdenschutz zu verbessern und somit Wolfsübergriffe auf Nutztiere weitestgehend zu verhindern. Am Donnerstag brachten die CSU und Freie Wähler sowie die Grünen entsprechende Anträge im Umweltausschuss im Landtag ein. Die Freien Wähler wären nach eigenen Angaben noch einen Schritt weiter gegangen und hätten gefordert, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen, was aber am Widerstand des Koalitionspartners gescheitert sei.

Anlass für die Anträge von CSU und Freien Wählern sind mehrere Angriffe von Wölfen auf Nutztiere im Freistaat in jüngster Vergangenheit. Die Grünen wollen nach eigener Aussage die emotionalen Diskussionen um den Wolf befrieden und die Weidehaltung unterstützen.

Der Wolf steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. In Bayern breitet sich das Tier seit einigen Jahren aus. Es gibt mehrere standorttreue Rudel, Wolfspaare und Einzeltiere sowie durchziehende Wölfe.

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