Wischlburg Brand in Hähnchenmaststall Wischlburg

In einer Hühnerfarm in Wischlburg brach ein Feuer aus. Die Brandursache ist noch unklar. Foto: Lisa Meier

Aus bisher noch ungeklärter Ursache brach am gestrigen Morgen ein Brand in einem Hähnchenmaststall bei Wischlburg aus. Ersten Schätzungen zufolge starben 30.000 Tiere, der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.

Nach Angaben von Kreisbrandmeister Frank Locklair beobachteten Anwohner aus der Nachbargemeinde einen Feuerschein bzw. eine starke Rauchentwicklung an dem 50 Meter langen und 20 Meter breiten Gebäude an der Plattlingerstraße 8Daraufhin wurden um zirka 5.30 Uhr 15 Feuerwehren erstalarmiert, zwei Wehren wurden nachalarmiert. Rund 150 Feuerwehrmänner und -Frauen aus dem gesamten Umreis von Bogen bis Osterhofen kamen bei dem Brand zum Einsatz.

Gelöscht wurde mittels Wasser aus dem sich nebenan befindlichen Hydranten sowie aus einem nahe gelegenen Weiher. Relativ zügig konnte das Feuer eingedämmt werden, das sich vom hinteren Gebäudeteil bis zu den Futtersilos in der Mitte des Stalles ausgebreitet hatte und zudem einen offenen Dachstuhlbrand verursachte, so dass das Dach teilweise eingestürzt ist. Nach den Löscharbeiten wurde noch akribisch nach Glutnestern gesucht.

Auf Anfrage erklärte der Bruder des Stallbetreibers der „Mastgesellschaft Wischlburg“, dass sich rund 100.000 Küken im Alter von einer Woche im Stall befanden. Dr. Sabine Pfestorf vom Veterinäramt in Deggendorf sagte in ihrer Stellungnahme, dass bei dem Brand viele Küken relativ unverletzt blieben. Verendet seien vor allem die Jungtiere, die sich in der Nähe des Hauptbrandherdes befanden. Da sich die jungen Hähnchen auf zwei Etagen befanden, sind sie je nach Rauchentwicklung unterschiedlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die noch lebenden Tiere erhalten nun durch große Lüfter ausreichend Sauerstoff, erläuterte die Veterinärmedizinerin.

Den Innenbereich könne man aufgrund Menschenschutzes noch nicht betreten. Erst wenn die Statik entsprechend geprüft wurde und keine Gefahr mehr besteht, könne man sich in den Bereich begeben. Dann erst würde man entscheiden, was mit den noch lebenden Küken geschieht. Die toten Tiere dagegen wurden sofort von der ZTS Plattling abtransportiert. Wie hoch der Schaden beziffert werden muss, war gestern noch unklar.

Auch Bürgermeisterin Jutta Staudinger machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Brandes. Sie bedauerte das Unglück zutiefst, lobte jedoch im selben Atemzug den Einsatz der Feuerwehrkräfte. Ohne deren Engagement und schnellem Ausrücken wäre eine solch rasche Eindämmung des Brandes nicht möglich gewesen.

Mit acht Leuten war auch das BRK vor Ort, welche zum Glück laut Christopher Mürle nicht zum Einsatz kamen, da es keine verletzten Personen gab. Zur Unterstützung waren auch einige Fahrzeuge des THW vor Ort. Als Einsatzleiter fungierte Kreisbrandinspektor Erwin Wurzer.

 
 

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