Söder teilt mit Weihnachtsmärkte in Bayern finden nicht statt

, aktualisiert am 19.11.2021 - 11:50 Uhr
Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt auf dem Regensburger Neupfarrplatz (Archiv). Auch dieser Markt hätte stattfinden sollen. Foto: DPA

Kurz vor Beginn vieler Christkindlmärkte in Bayern steigen die Corona-Zahlen dramatisch. Die Budenbetreiber hatten bereits im Vorfeld Angst vor Absagen, denn immerhin haben viele von ihnen schon im letzten Advent keinen Weihnachtsmarkt ausrichten dürfen. 

Update: Am Freitag, 19. November, hat Ministerpräsident Markus Söder verkündet: Alle Christkindlmärkte in Bayern werden abgesagt. Mehr über die Beschlüsse der Staatsregierung lesen Sie hier: Söder sagt alle Weihnachtsmärkte in Bayern ab

Die Stadt München hatte ihren Christkindlmarkt am Dienstag bereits nach einer Sitzung des Krisenstabes abgesagt. "Die dramatische Situation in unseren Kliniken und die exponentiell steigenden Infektionszahlen lassen mir keine andere Wahl", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Reiter hatte zuvor angekündigt, sich auch mit Nürnberg und Augsburg abstimmen zu wollen. Die beiden anderen bayerischen Metropolen hielten aber vorerst an ihren Plänen fest. 

Aktuelles zur Corona-Lage finden Sie hier: Fallzahlen, Inzidenzen, Intensivbetten - die Lage in Ostbayern

Ingolstadt hingegen hat ebenfalls bereits abgesagt – wegen der "dramatischen" Situation in den Krankenhäusern, hieß es.

Die Budenbesitzer hatten die Absagen bereits zuvor befürchtet. "Wenn die Märkte abgesagt würden, würde es ein Schaustellersterben geben", sagt Lorenz Kalb, Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbandes. "Die Angst schnürt einem den Magen zu." 

Lesen Sie dazu auch vom Schausteller-Treffen 2020 in Straubing: Schausteller fürchten um Existenz und unser Interview mit Schausteller-Vertreter Andreas Pfeffer: Kampf gegen den Kahlschlag der Branche

Regensburg, Passau und Straubing wollten Märkte veranstalten

Eine Sprecherin der Stadt Passau teilte zuvor mit: Sicher sei, dass der Passauer Christkindlmarkt, wenn überhaupt, nur mit Besucherobergrenze möglich gewesen wäre. In Regensburg hatte die Stadt am Freitagvormittag grünes Licht für den traditionellen Chrstkindlmarkt auf dem Neupfarrplatz gegeben. Diese Entscheidung wurde allerdings nun von Ministerpräsident Söder kassiert. In Wörth hingegen war der Markt schon abgesagt. Bürgermeister Schütz sagte: "Es hat keinen Sinn."

Die Stadt Straubing wollte hingegen abwarten, was das Bund-Länder-Treffen am Donnerstag ergibt, ehe sie eine Entscheidung treffen wolle. Diese ist nun ebenfalls hinfällig. Am Theresienplatz stehen die Buden schon, der Markt hätte unter Regie der Stadt stattgefunden: Der langjährige Betreiber Josef Stelzl wollte das wirtschaftliche Risiko heuer nicht eingehen, überließ der Stadt aber seine Buden. Oberbürgermeister Markus Pannermayr sagte in einer Pressekonferenz am Freitag, die Stadt hätte Ersatzpläne in der Schublade gehabt. Er begrüße nun aber das harte Vorgehen der Staatsregierung. Straubing werde Ausfälle von mehr als 100.000 Euro stemmen müssen. Man werde überlegen, wie man die schon aufgebauten Buden vielleicht anderweitig nutzen könnte.

Auch in Landshut wollte man noch abwarten. Die geplante Eröffnung am Donnerstag wurde deswegen verschoben. Grundsätzlich hätte die Stadt aber gerne einen Christkindlmarkt durchgeführt, betonte Oberbürgermeister Alexander Putz. 

 

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