Auto fährt in Menschenmenge News Blog: Rund 20 Kinder verletzt – U-Haft für Fahrer

, aktualisiert am 25.02.2020 - 19:50 Uhr
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr und ein Abschleppwagen stehen an dem Ort, wo am Vortag ein Mann mit seinem Auto in einen Karnevalsumzug gerast war. Mittlerweile ist die Zahl der Verletzten weiter angestiegen. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Im nordhessischen Volkmarsen ist ein Autofahrer in einen Karnevalsumzug gefahren und hat mehrere Menschen verletzt. Aktuelle Entwicklungen zu dem Vorfall finden Sie laufend hier in unserem News Blog.

19.55 Uhr: Rund 20 Kinder verletzt – U-Haft für Fahrer

Gegen den Autofahrer, der beim Rosenmontagszug in Volkmarsen mehr als 60 Menschen verletzt haben soll, ist Untersuchungshaft angeordnet worden. Ihm werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstagabend mitteilte.

Die Zahl der Verletzten stieg zwischenzeitlich auf fast 60. Das Polizeipräsidium bat auch Verletzte, die nicht in ärztlicher Behandlung waren, sich zu melden. Am Dienstagmittag waren noch 35 Menschen in stationärer Behandlung, wie die Polizei in Kassel mitteilte. Weitere wurden demnach ambulant behandelt. Die Zahl der verletzten Kinder liege bei 18, das jüngste sei drei Jahre alt. Wie schwer die Kinder verletzt sind, war zunächst unklar.

15.27 Uhr: Kein Zusammenhang zwischen Taten in Volkmarsen und Hanau

Zwischen den beiden Taten in Volkmarsen und Hanau gibt es nach Angaben von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) keine Verbindung. In beiden Fällen würden die Ermittlungen mit Hochdruck geführt, sagte der Minister am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Hinweise, dass die beiden Taten in Zusammenhang stehen."

10.58 Uhr: Zweite Festnahme nach Gaffervideo

Ein Gaffervideo hat am Montag zu einer zweiten Festnahme in Volkmarsen geführt. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte, gegen den Festgenommenen werde wegen "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen" ermittelt. Ob es darüber hinaus einen Zusammenhang zu dem Vorfall gegeben habe, müsse noch ermittelt werden.

10.55 Uhr: Fahrer war nicht alkoholisiert

Langsam werden weitere Details über den 29-Jährigen bekannt. Der Mann war bei der Tat nicht alkoholisiert, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft mit. Ob er unter Drogeneinfluss stand, ist noch nicht geklärt. Bislang sei der 29-Jährige noch nicht vernehmungsfähig. 

10.01 Uhr: Keine Angaben zum Motiv

Die Generalstaatsanwaltschaft macht zunächst keine Angaben zum Motiv des Mannes, der mit einem Auto in die Menschenmenge gefahren ist. Das teilte ein Sprecher am Dienstagmorgen mit. Es werde auch keine Angaben zum Aussageverhalten des Mannes geben. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 29-Jährigen aus Volkmarsen mit deutscher Staatsbürgerschaft. Es wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. 

8.53 Uhr: Zahl der Verletzten steigt auf über 50

Die Zahl der Verletzten bei dem Zwischenfall mit einem Auto im nordhessischen Volkmarsen ist auf mehr als 50 gestiegen. Wie die Polizei am Dienstag in Kassel mitteilte, befinden sich derzeit noch 35 Personen in stationärer Behandlung. Weitere 17 Menschen wurden demnach ambulant behandelt. Die Zahl der verletzten Kinder liege bei 18. Wie stark die Kinder verletzt sind und ob unter den Opfern auch Schwerverletzte sind, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen.

7.46 Uhr: Polizei warnt vor Verbreitung angeblicher Täter-Fotos

Wie die Polizei Nordhessen mitteilt, werden seit gestern Abend angebliche Fotos des Täters im Netz verbreitet. Allerdings: "Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter", so die Polizei. Die Beamten warnen eindringlich davor, Falschnachrichten wie diese weiterzuverbreiten. 

20.51 Uhr: Rund ein Drittel der Opfer Kinder

Rund ein Drittel der etwa 30 Opfer des Vorfalls sind nach Angaben des hessischen Innenministers Peter Beuth Kinder. "Wir haben ungefähr 30 Opfer zu beklagen, zum Teil Schwerstverletzte und darunter auch Kinder", sagte der CDU-Politiker am Montagabend in Volkmarsen. Die Opfer seien in unterschiedliche Krankenhäuser in der Region und weit darüber hinaus gebracht worden. 

19.50 Uhr: 30 Menschen verletzt, sieben davon schwer

Nach Angaben des Frankfurter Polizeipräsidenten Bereswill gab es bei dem Zwischenfall 30 Verletzte. Sieben davon seien schwer verletzt.

Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat lagen nicht vor. Das hessische Innenministerium schloss einen Anschlag nicht aus. Ein Sprecher der Behörde begründete das am Montag mit der Situation vor Ort. Der Fahrer war nach ersten Erkenntnissen den Behörden nicht als Extremist bekannt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend aus Sicherheitskreisen. Allerdings war er der Polizei nach dpa-Informationen in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen.

Medien- und Augenzeugenberichte, wonach der Tatverdächtige stark alkoholisiert war, konnten die Ermittler zunächst nicht bestätigen. Eine Nachbarin sagte zu RTL: "Ich habe ihn heute wegfahren sehen, er sah aus, als stünde er unter Drogen und sagte, "bald stehe ich in der Zeitung"."

19.30 Uhr: Offenbar zweite Festnahme

Nach Angaben von Polizeipräsident Bereswill gab es auch noch eine zweite Festnahme. Allerdings sei noch nicht klar, ob der Festgenommene als Tatverdächtiger gelte oder ein Zeuge sei, sagte er auf einer Veranstaltung am Montagabend in Frankfurt am Main.

18.48 Uhr: Tatverdächtiger kommt selbst aus Volkmarsen

Der Mann, der sein Auto in den Rosenmontagszug in Volkmarsen gesteuert haben soll, kommt selbst aus der nordhessischen Kleinstadt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montagabend mit.

18.30 Uhr: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Nach dem Zwischenfall mit einem Auto in Volkmarsen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Das teilte der Sprecher der Behörde, Alexander Badle, am Montag mit. Zum Motiv könne man nichts sagen: "Wir ermitteln in alle Richtungen."

17.39 Uhr: Mutmaßlicher Täter hatte Absperrung umgangen

Die Zeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" berichtete, Zeugen hätten geschildert, dass der Fahrer die Absperrung umgangen habe und dann mit Vollgas auf die Menschenmenge zugerast sei. Die Zeugen hätten den Eindruck gehabt, dass der Fahrer es vor allem auf Kinder abgesehen hatte. Von der Polizei gab es dazu keine Angaben.

Den Autofahrer werde man nun befragen, hieß es von der Polizei weiter. Ein Zeuge berichtete laut "Bild"-Zeitung, erboste Menschen seien am Tatort mit erhobenen Fäusten auf den Fahrer zugelaufen, die Polizei habe ihn schützen müssen.

17.16 Uhr: Dutzende Verletzte in Volkmarsen

Die Polizei geht nach dem Zwischenfall im nordhessischen Volkmarsen nach bisherigen Erkenntnissen von Dutzenden Verletzten aus. Darunter seien auch Schwerverletzte und Kinder. Die genaue Zahl sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

17.14 Uhr: „Vorsatz, aber kein Anschlag in Volkmarsen“

Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer im nordhessischen Volkmarsen vorsätzlich in den Rosenmontagszug gefahren ist. Das teilte ein Polizeisprecher am Montag in Volkmarsen mit. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat lagen aber nicht vor. „Wir gehen nicht von einem Anschlag aus. Wir gehen von einem vorsätzlichen Tatgeschehen aus.“

17.00 Uhr: Video vom Ort des Zwischenfalls

Zwischenzeitlich wurden – unter anderem von den lokalen Nachrichtenmedien – erste Videos vom Ort des Zwischenfalls veröffentlicht.

16.44 Uhr: Fastnachtsumzüge in Hessen werden abgebrochen

Nachdem ein Auto in einen Rosenmontagszug in Volkmarsen gefahren ist und mehrere Menschen verletzt hat, werden alle Fastnachtsumzüge in Hessen vorsichtshalber abgebrochen. Das teilte das Polizeipräsidium Westhessen am Montag mit.

16.30 Uhr: Auch am Tag zuvor schon ein Zwischenfall

Anscheinend hatte es bereits am Tag zuvor auf einer Karnevalsveranstaltung in einer Halle in Volkmarsen einen Zwischenfall gegeben. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr war wegen eines Feueralarms der Veranstaltungsort geräumt und der betroffene Bereich kontrolliert worden, schrieb die Feuerwehr auf Facebook. Der Grund für den Alarm sei nicht feststellbar gewesen, anschließend sei die Veranstaltung nach einer kurzen Unterbrechung fortgesetzt worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, ist unklar.

Die Kleinstadt liegt im Landkreis Waldeck-Frankenberg, hat rund 6.800 Einwohner und liegt ungefähr 30 Kilometer von Kassel entfernt.

16.12 Uhr: Zahl der Verletzten steigt auf 15

Laut Berichten lokaler Medien aus der Region um Volkmarsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg sollen mindestens 15 Menschen bei dem Vorfall verletzt worden sein. Noch unbestätigten Meldungen zufolge sollen unter den Verletzten auch Kleinkinder sein. Im Einsatz ist auch ein Rettungshubschrauber.

16.05 Uhr: Gab der Fahrer Gas?

Wie mehrere Medien unter Berufung auf Augenzeugen berichten, soll der Fahrer der Autos noch Gas gegeben haben, während das Auto in die Menge steuerte. Das Auto sei etwa 30 Meter weit in die Menge gefahren, bevor es zum Stehen kam. 

15.50 Uhr: Polizei bestätigt: Fahrer festgenommen

Die Polizei hat im nordhessischen Volkmarsen einen Mann festgenommen, der mit seinem Auto in den Rosenmontagszug gefahren sein soll. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein, wie die Ermittler am Montag mitteilten.

15.30 Uhr: Mindestens zehn Menschen verletzt

Wie die Polizei bestätigt, sind etwa zehn Menschen bei dem Vorfall verletzt worden. Ein Auto war in die Feiernden gerast und hatte offenbar mehrere Menschen erfasst. Unter den Verletzten sollen auch Kinder sein. Wie lokale Medien berichten werden die Opfer derzeit von Ärzten und Sanitätern versorgt. Angeblich war das Fahrzeug, das in die Menge gefahren war, ein Mercedes-Kombi. Der Fahrer des Wagens soll festgenommen worden sein.

15.25 Uhr: Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften

Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot am Ort des Vorfalls. Noch ist völlig unklar, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag handelt. Wie die Polizei bestätigt, war während des Rosenmontagsumzugs ein Fahrzeug in die Menge der Feiernden gerast.

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