Umwelt 5 Tipps, wie Sie Plastikmüll im Alltag vermeiden

Eine Plastiktüte hängt an einem Ast fest. Auf Plastik komplett zu verzichten, ist nicht einfach. Doch mit wenigen Tipps können Verbraucher den Verpackungsmüll leicht reduzieren. Foto: imago images/CHROMORANGE

Haarseife statt Shampoo, Stofftasche statt Plastiktüte: Mit diesen fünf Tipps lässt sich im Alltag der Plastikmüll reduzieren. 

1. French Press statt Kaffeemaschine

Dem Statistikportal Statista zufolge trinkt jeder Deutsche etwa 164 Liter Kaffee pro Jahr. Dabei muss es nicht immer Filterkaffee sein. Die Experten von Arag raten zu einer sogenannten French Press, in der man das Kaffeepulver ganz einfach mit Wasser übergießt und dann mit einem Siebstempel nach unten drückt. So spart man sich bei 164 Litern die Papierfilter. Mit der French Press können Teetrinker auch offenen Tee zubereiten. Außerdem gibt es sogenannte Tee-Eier, die man mit Tee füllt und anstelle von Teebeuteln in das heiße Teewasser legt. 

2. Tasse oder Coffee-To-Go-Becher mitnehmen

Und noch ein Tipp für alle Kaffeeliebhaber: Wer sich gerne auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee holt, der kann in vielen Läden auch einfach eine saubere Tasse oder einen Mehrzweckbecher mit Kaffee füllen lassen. Viele Kaffeehäuser bieten dabei sogar Rabatt an. Arbeitnehmer, die ihr Mittagessen von zu Hause mitbringen, können ihren Salat beispielsweise in eine Brotzeitbox packen anstatt zum plastikverpackten Pendant aus dem Supermarkt zu greifen. 

3. Das Comeback der Seife

Lange galten Seifen als altmodisch. Doch seit einiger Zeit sind sie wieder gefragt - für Hände, Körper und auch Haare. Denn Seifen schonen die Umwelt und sparen Plastikmüll. Vor allem wer umweltbewusst und möglichst verpackungsarm konsumieren will, seift Hände, Körper und seit neustem auch Haare ein. "Der Schaum der Seife zerfällt und belastet die Gewässer nicht", sagt Marktforscherin Elfriede Dambacher, die auf Naturkosmetik spezialisiert ist. Außerdem sei sie sehr ergiebig. "Ein Stück hält so lange wie vier Flaschen Shampoo oder Duschgel." Gerade davon verbrauchen Deutsche eine Menge, nämlich mehr als 14 Milliarden. Das ergab eine Hochrechnung des Industrieverbands für Körperpflege- und Waschmittel. 

Doch auch bei der Haarseife lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe, wie Seifenhersteller Marc-Simon Wolf empfiehlt. "Es gibt keine Vorschriften, was Haarseife enthalten darf", sagt Marc-Simon Wolf gegenüber der dpa. "Es gibt auch welche, denen zusätzlich Tenside und Filmbildner hinzugefügt werden." Außerdem kann man Haarseifen leicht mit festen Shampoos verwechseln. Die sähen zwar ähnlich wie eine Seife aus, enthalten aber die gleichen Inhaltsstoffe wie flüssiges Shampoo. Zu kaufen gibt es Haarseifen inzwischen nicht nur in Naturkosmetikgeschäften, sondern auch in Unverpackt-Läden, Biomärkten oder Drogerien. 

4. Nachhaltiger einkaufen

In den Regalen der Supermärkte findet man viele Produkte, die in Plastik verpackt sind. Nicht immer lässt sich beim Einkaufen also Plastikverpackung gleich komplett vermeiden. Doch statt zum Beispiel das Jogurt im Plastikbecher zu kaufen, lohnt sich ein Griff zur Glasverpackung. Obst und Gemüse gibt es in vielen Supermärkten inzwischen auch lose. Und wer dann noch selbst Stofftaschen mitbringt und nicht auf die Plastiktüten im Supermarkt angewiesen ist, der spart auch noch Geld. 

In vielen Städten und Gemeinden gibt es außerdem regelmäßig Marktstände, an denen Gemüse und Obst zum Verkauf angeboten werden. Mit einer Stofftasche im Gepäck kann man dort regionale Produkte kaufen und Plastik vermeiden. Wer auf dem Weg zum Metzger selbst saubere Behälter mitbringt, kann vielerorts auch beim Kauf von Wurst und Fleisch auf eine Verpackung verzichten.

In Städten wie Straubing, Regensburg oder auch Vilsbiburg gibt es inzwischen außerdem sogenannte Unverpackt-Läden, in denen ganz auf Plastik verzichtet wird. 

5. Plastik mehrmals verwenden

Viele Plastikverpackungen muss man nicht nach einem Gebrauch wegwerfen. Oft lassen sich die Verpackungen mehrfach verwenden. Im Unverpackt-Laden können Kunden leere Shampooflaschen beispielsweise leicht nachfüllen lassen. Plastikdosen von Eiscreme eignen sich gut als Brotzeitdosen und anstatt bei jedem Einkauf neue Plastiktüten zu kaufen, kann man alte Tüten mitnehmen und weiter verwenden.

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