Ukraine-Krieg Kritik an Softwarewechsel mitten in der Flüchtlingskrise

Bayerns Landkreise beklagen bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen aus der Ukraine einen aus ihrer Sicht unnötigen bürokratischen Mehraufwand. Der Erste Vizepräsident des Bayerischen Landkreistags, Thomas Karmasin (CSU), erklärte am Montag, es gehe um die angekündigte Umstellung auf eine neue Software zur Erfassung und Verteilung von Kriegsflüchtlingen.

"Es ist eine Binsenweisheit, dass man nicht mitten im Katastrophenfall die Software wechselt", sagte der Landrat von Fürstenfeldbruck. Unabhängig von möglichen Verbesserungen durch das neue Computerprogramm sei der Einführungszeitpunkt der denkbar ungünstigste.

Die Behörden hätten alle Hände voll zu tun, um die Geflüchteten zu registrieren, damit diese die staatlichen Leistungen bekommen könnten. "In dieser hoch belasteten Phase eine neue Software einzuspielen, stellt die Praxisferne der Entscheidungen aus Berlin unter Beweis", sagte er.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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