Ukraine-Hilfe Louisa und Stefan Dierks organisierten Hilfskonvoi

Die Hilfslieferung und die privaten Helfer beim Sortieren und Einpacken in Wörth. Foto: Louisa Dierks

Stefan und Louisa Dierks aus Wörth an der Donau bringen privat Hilfsgüter an die Grenze zur Ukraine. Mit anderen Helfern und Bekannten aus ganz Deutschland haben sie nun eine Lieferung im Wert von rund 25.000 Euro auf die Räder gestellt. Wir lassen die beiden am besten selbst erzählen:

Aggregate, Gasflaschen, Schlafsäcke und Medizin

"Wir waren am Wochenende 4. bis 6. März schon an der ukrainischen Grenze und haben eine Bedarfsliste mit Leuten vor Ort zusammengestellt und daraufhin gezielt gesammelt. Der Großteil der Hilfsgüter kam in der vergangenen Woche durch Spenden aus Wörth und Umgebung zusammen. Einiges kam auch aus Sachsen, Norddeutschland und dem Rheinland: 20 neue Notstrom-Aggregate 20 Kochstationen 24 Campingkocher 50 große Gasflaschen notfallmedizinische Ausstattung wie Nähsets, Verbandsmaterial, Antibiotika, Schmerzmittel, Insulin, Infusionen, Rettungsdecken, Orthesen, Gehhilfen, et cetera, circa 100 Schlafsäcke, etwa 80 Isomatten, circa 50 Rucksäcke und fünf Zelte. Wir schätzen den Gesamtwert der Lieferung auf rund 25 000 Euro.

Die ukrainische Familie, die in Kruckenberg untergekommen ist, hat uns beim Packen und Beschriften auf Ukrainisch unterstützt.

Unser Fahr-Team an die ukrainische Grenze bestand aus fünf Leuten aus Wörth, Dresden und Sylt. Gefahren sind wir mit unserem 6-Tonner-Mercedes Kastenwagen inklusive Anhänger und einem PKW mit Anhänger.

Lokale Initiativen nehmen die Hilfe dankend an

Wir haben mit unseren Lieferungen zwei privatorganisierte Initiativen an der ukrainischen Grenze unterstützt. Beide helfen sowohl Ukrainern, die es über die Grenze geschafft haben, als auch Menschen, die noch in den Kriegsgebieten sind. Im Folgenden stellen wir die beiden Initiativen kurz vor: 1. Das Mutter-Kind-Haus oder Frauenhaus in Korczowa, Polen. Hierbei handelt es sich um ein Wohnhaus, das als Auffangstation für Frauen und Kinder umfunktioniert wurde. Dort können die Geflüchteten in Sicherheit unterkommen, bis sie durch Hilfsorganisationen weitervermittelt werden können. Die Frauen und Kinder werden von Mitarbeitern der Unterkunft aus der Ukraine geholt. Auf dem Hinweg werden die Hilfsgüter mit Autos zu den Menschen in den Kriegsgebieten gebracht. Die Unterkunft wird vom polnischen Militär und europäischen Hilfsorganisationen unterstützt. 2. Die Flüchtlingsunterkunft in Bratkowice, Polen. Das ist ein kleines Hotel, das als Zwischenunterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wurde. Stand 13. März waren dort 50 Ukrainer, darunter viele Kinder und Jugendliche untergebracht. Seit Kriegsbeginn sind hier knapp 800 Leute untergekommen, bis diese weitervermittelt wurden beziehungsweise zu Bekannten, Familie oder Freunden reisen konnten. Der Chef des Hotels, dessen Sohn und die Mitarbeiter liefern ebenfalls Hilfsgüter in bedürftige, ukrainische Gebiete."

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