Tiere Geier Dagmar und Recka trainieren für Erstflug

die die Bartgeierweibchen Dagmar (r) und Recka (l) vor ihrer Auswilderung. Foto: Sven Hoppe/dpa

Nach über einem Jahrhundert sollen Bartgeier in Deutschland wieder heimisch werden. Zum zweiten Mal schon wurden zwei junge Geier im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Sie sind im Trainingsmodus.

Die vor gut zwei Wochen im Nationalpark Berchtesgaden ausgewilderten jungen Bartgeier Dagmar und Recka bereiten sich auf erste Flugversuche vor. "Den beiden Junggeiern geht es gut", sagte Nationalpark-Sprecherin Carolin Scheiter. "Recka und Dagmar trainieren schon überraschend fleißig und regelmäßig ihre Flugmuskulatur, betreiben oft Gefiederpflege, streiten wenig - naja, Recka ist manchmal etwas frech - und beide sind gute Esser."

Wenn beide weiter so trainierten und das Wetter passe, könnte es schon kommende Woche für eine von beiden oder beide den ersten Flugversuch geben. "Das Beobachterteam hat alles im Blick und wir sind schon alle sehr gespannt."

Über Webcams können Fans die Tiere beobachten. Immer wieder breitet eine der beiden die Flügel aus, macht ein paar Flügelschläge und hopst dazu - noch sieht das etwas unbeholfen aus.

Ranger und Mitarbeiter des Naturschutzverbands LBV hatten die drei Monate alten Tiere am 9. Juni in Tragekisten in einem eineinhalbstündigen Aufstieg zu einer schwer zugänglichen Felsnische gebracht. Erwartet wurde, dass die Tiere erst nach vier Wochen erste Ausflüge versuchen.

Bereits vor einem Jahr hatten LBV und Nationalpark zwei junge Bartgeier ausgewildert, Bavaria und Wally. Alle vier Tiere stammen aus einem Zuchtprogramm in Spanien und sind verwandt: Recka ist die Schwester von Wally und Dagmar ist die Cousine von Bavaria.

Die beiden jungen Geier wirkten im Vergleich etwas lebendiger und eifriger als Wally und Bavaria im Vorjahr, sagte Scheiter. Bis die Bartgeier selbst für sich sorgen können, bringen Helfer ihnen etwa alle drei Tage Futter, Fleisch und Knochen.

Die Vögel mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern sind in Deutschland vor über hundert Jahren ausgerottet worden - sie wirken imposant und bedrohlich. Ihnen wurde nachgesagt, Lämmchen und sogar kleine Kinder zu holen - obwohl sie nur Aas fressen. Ihr Schnabel und ihre Krallen sind gar nicht dafür ausgelegt, Tiere zu töten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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