Telefonbetrug Die Masche mit der Corona-Impfung

Telefonbetrüger entdecken neue Maschen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Immer dreister und vor allem boshafter werden die Telefontrickbetrüger. Vor der jüngsten Masche mit Corona-Impfungen warnt jetzt das Polizeipräsidium Niederbayern mit einem Hinweis.

Demnach haben sich die Maschen der Trickbetrüger aufgrund der Corona-Pandemie erweitert. Sie geben sich jetzt nicht nur als Verwandte und Amtspersonen aus, sondern auch als Personen, die etwa mit der Impfung in Corona-Zeiten zu tun haben. Sie nutzen dabei die Emotionen aus, die mit der Corona-Pandemie einhergehen.

Eine Technik, die bei einem Anruf auf der Nummernanzeige eine andere Rufnummer erscheinen lässt, unterstützt die jeweils verwendete Legende. Ziel der Betrüger ist in jedem Fall die Herausgabe von Geld und Wertsachen. Es gibt viele Legenden, die die Betrüger verwenden können. Die Polizei nennt folgende Beispiele:

  • Die Impfung ist mit der Entrichtung einer Gebühr oder einer Kaution verbunden, die vorab gezahlt werden muss.
  • Ein naher Angehöriger oder Freund kann nicht geimpft werden, weil er das Geld für die Impfung nicht zahlen kann.
  • Das Geld am Konto und in Schließfächern muss aufgrund der Corona-Pandemie abgehoben und woanders verwahrt werden.
  • Ein Polizeibeamter informiert über eine drohende Anzeige in Zusammenhang mit Corona, die nur durch einen größeren Geldbetrag abgewendet werden kann.
  • und viele, viele mehr.

Um eventuell aufkommendes Misstrauen bereits im Keim zu ersticken, sind die Betrüger sehr einfallsreich, erläutert die Polizei. So werden Opfer unter Zeitdruck gesetzt, es wird auf Geheimhaltung gedrächt, Ängste werden geschürt und sie machen den Opfern Vorwürfe, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht unterstützen zu wollen.

Die Täter gehen soweit, sogar Polizeibeamte und andere Personen, die auf den Betrug hinweisen könnten, vorab diskreditiert. Die Täter halten ständigen Kontakt mit dem verunsicherten Opfer und kontrollieren somit dessen Handlungen, bis die Übergabe des Geldes erfolgt ist.

Den Telefonhörer auflegen ist nicht unhöflich, wenn:

  • Unsicherheiten über den Anrufer bestehen.
  • Der Anrufer nach persönlichen Daten und finanziellen Verhältnissen fragt.
  • Der Anrufer die Herausgabe von Geld und anderen Wertgegenstände oder Geld zu überweisen fordert.
  • Sie der Anrufer unter Druck setzt.
  • Der Anrufer Sie dazu auffordert, Fremden Geld und Wertsachen mitzugeben

Die Polizei mahnt, den Betrügern keine Chance zu geben. Angerufene sollten zunächst mit anderen über das Vorgehen reden oder sich gleich an die nächste Polizeidienststelle wenen. "Weder die Polizei noch andere Ämter fordern Sie telefonisch auf, Geld und Wertsachen auszuhändigen", so die Polizei.

 

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