Straubing Beherbergungsverbot: Unüberlegt, unausgedacht

Nicole Weber vom Hotel Theresientor befürchtete ein wirtschaftliches Desaster, bevor das Verbot gekippt wurde. Foto: Josef Unterholzner

Wie ließe sich wohl am besten erreichen, dass es in Krisenzeiten zu einem Vertrauensverlust kommt? Vermutlich gibt es da viele Wege. Ein recht sicherer Weg scheint aber dieser zu sein: Viele Maßnahmen ergreifen und anschließend tüchtig drüber zu streiten, gleiche Dinge unterschiedlich behandeln und dann, quasi als Tüpfelchen auf dem i, manche Maßnahmen nur ganz, ganz lasch umsetzen. Wer so vorgeht, wird mit hoher Sicherheit erreichen, dass Vertrauen in Maßnahmen verlorengeht. Verlorenes Vertrauen ist ein sehr guter Nährboden für Verschwörungstheorien aller Art. Eigentlich ist das gar nicht so gut.

Was ist die Folge des Beherbergungsverbots? "Langfristig", sagt Andreas Reichinger am Montag, "werd' ich zusperren müssen." Und macht klar, dass er mit "langfristig" nicht einen Zeitraum von einem Jahr meint: "Da red' ich von einem halben Jahr oder Vierteljahr." Damit kein Missverständnis aufkommt: Andreas Reichinger ist weit davon entfernt, ein Verschwörungstheoretiker zu sein. Er ist ein ganz normaler Geschäftsmann mit einem Familienbetrieb, einem Hotel. Reichinger führt das Hotel Franziska, ein kleines Haus an der Regensburger Straße, sechs Doppelzimmer, acht Einzelzimmer, 20 Betten insgesamt. Gleich nach dem Verbot waren die ersten Absagen da.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading