Im Rahmen der Aufführungen des Stücks "Alarm!" im Theater am Haidplatz wird dort an diesem Freitag ab 19.30 Uhr der Autor Tobias Ginsburg sein Buch "Die letzten Männer des Westens" vorstellen. Das Stück von Emanuele Aldrovandi setzt sich mit dem Denken und den Methoden der radikalen Rechten auseinander, das Buch macht das auch. Ginsburg liest aus seinem Buch in Verbindung mit einem Vortag über das Thema. Mit der Regensburger Zeitung hat er vorab schon einmal gesprochen.

Herr Ginsburg, worum geht es in Ihrem Buch - so ganz generell?

Tobias Ginsburg: Das Buch ist eine literarische Undercover-Reportage. Ich begebe mich dorthin, wohin man wirklich keinen Fuß hinsetzen sollte, schmuggle mich dort ein - in diesem Fall war es in die Welt der extremen Rechten. Ich will die Menschen in diesen Welten kennen- und verstehen lernen, will begreifen, wie Hass und Extremismus funktionieren, was sie so teuflisch attraktiv macht. Aus meinen mal gefährlichen, mal merkwürdigen Begegnungen und Abenteuern schreibe ich Sachbücher, die sich wie Romane lesen. Denn es sind ja nicht nur beklemmende Geschichten, sondern auch traurige, bizarre oder witzige, die ich dort höre und erlebe.

Wie viel Mut braucht man für ein solches Vorgehen?