SOS-Aktion der Thermenwelt Bäderdreieck setzt ein Zeichen

Bad Füssing macht mit einem riesigen SOS auf die Lage in Kurorten aufmerksam. Foto: Stefan J. Wolf

Die Thermenwelt Füssing hat am Montag ein Zeichen gesetzt. 6.000 Kerzen wurden entzündet, um auf die prekäre Lage im Kurwesen aufmerksam zu machen.

Es war ein beeindruckendes Bild: Ein leuchtendes SOS-Zeichen soll die Situation der Arbeitnehmer im niederbayerischen Bädeerdreieck zeigen. "Wir wollten auf die vielen Mitarbeiter aufmerksam machen, die sich nach wie vor in Kurzarbeit befinden", erklärt Verena Scheer, Projektkoordinatorin der Thermenwelt Füssing, im Interview. "Sie sind einer großen psychischen Belastung ausgesetzt."

Laut Ralf Müller, Geschäftsführer der Johannesbad Hotels, fordere man damit die Aufstockung des Kurzarbeitergelds auf 100 Prozent sowie die Rücknahme des Steuerprogressionsvorbehalts.

Lesen sie hier mehr zu dem Thema: Steuernachzahlung durch Corona? Ein Rechtsexperte erklärt, wo die Gefahren lauern

Gerade im Kurwesen seien viele Arbeitnehmer nur in Teilzeitmodellen beschäftigt, wie Verena Scheer erklärt. Das vom Gehalt errechnete Kurzarbeitergeld reiche kaum zum Überleben. "Die Mitarbeiter machen aber ein Unternehmen aus", betont Scheer. Neben dem zu geringen Verdienst seien natürlich auch die Trinkgelder weggefallen. "Die Gehälter sind generell niedrig in dieser Branche." Man hoffe auf schnelle Hilfe.

Eine weitere Aktion ist bereits in Planung.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading