Ruhstorf an der Rott Lastwagen geht auf der A3 in Flammen auf

Ein Lastwagen ging am späten Montagabend auf der A3 bei Ruhstorf an der Rott in Flammen auf. Foto: Danny Jodts/zema-foto.de

Auf der Autobahn A3 bei Ruhstorf an der Rott (Landkreis Passau) hat am Montagabend ein Lastwagen Feuer gefangen. 

Am Montagabend fing ein rumänischer Sattelzug gegen 19.50 Uhr auf der Autobahn A3 bei der Grenzkontrollstelle Rottal-Ost Feuer. Ursache dafür war offenbar ein Reifen des Sattelaufliegers, der sich festgefahren und dann entzündet hatte. Der 25-jährige Lkw-Fahrer konnte sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ihm war es in letzter Sekunde gelungen, die Zugmaschine abzukoppeln. 

Beladen war der Sattelzug mit Gasflaschen. Daher wurde die A3 in beiden Richtungen gesperrt und der Gefahrenbereich abgesperrt. Den Brand konnte die Feuerwehr schnell löschen. Da aber bei den Löscharbeiten eine starke Rauchentwicklung entstand, riet die Polizei den Anwohnern unter anderem über Twitter, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Kurz vor 22 Uhr konnten die Warnmeldung jedoch wieder aufgehoben werden.

Als die Beamten die Frachtpapiere des Lastwagens überprüften, stellte sich heraus, dass der Lkw 844 Kilogramm Farbsprühdosen mit Aerosolen und ca. 13 Tonnen Insektizide (Butoxone) geladen hatte. Das geladene Insektizid war in fünf Liter Kanister verpackt. Diese Kanister sind bei dem Brand geschmolzen und dann ausgelaufen. 

Die A3 musste wegen der Berge- und Aufräumarbeiten in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Es kam zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Staus. Erst gegen 2 Uhr ein erster Lichtblick, als immerhin eine Fahrspur in Richtung Nürnberg wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Die Arbeiten vor Ort zogen sich allerdings die ganze Nacht hindurch. Für die Einsatzkräfte ein echter Knochenjob. Denn zusätzlich zu den meterhohen Flammen und dem austretenden Gefahrgut hatten sie mit der klirrenden Kälte zu kämpfen. Immer wieder verwandelte das Löschwasser die Fahrspuren binnen kürzester Zeit in regelrechte Eisbahnen. So dauerte es bis Dienstag um 8 Uhr morgens, ehe die Autobahn wieder in beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr freigegeben werden konnte. 


Der entstandene Sachschaden an dem Lastwagen wird gegenwärtig auf rund 30.000 Euro geschätzt. Sicher ist schon jetzt, dass der Fahrbahnbelag auf dem Standstreifen im Bereich der Brandstelle oberflächlich beschädigt wurde. Die Fahrbahn selbst blieb hingegen weitestgehend unbeschädigt. Spezialisten der Fachbehörden ordneten weitere Maßnahmen an, um das Gefahrgut aus dem Erdreich zu beseitigen. Das betroffene Erdreich muss abgetragen und in Container verladen werden. Außerdem muss die Kanalisation gereinigt werden. Dafür muss die A3 im Bereich der Brandstelle erneut einspurig gesperrt werden. Der rechte Fahrstreifen ist somit vermutlich bis etwa 18 Uhr ageriegelt. Der Parkplatz Rottal-West bleibt nach wie vor gesperrt. Die Verkehrsbehinderungen im Baustellenbereich halten sich derzeit in Grenzen.

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass ein Feuerwehrmann zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste - er klagte über Atembeschwerden. Über weitere Verletzte ist nichts bekannt.

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