In den Regensburger Stadtannalen erscheint sie gewissermaßen als "Sandwich-Oberbürgermeisterin" zwischen zwei ob ihrer Dominanz berüchtigten CSU-Männern: Zwischen der zwölfjährigen Amtszeit von Friedrich Viehbacher (1978 bis 1990) und den 18 Jahren Regentschaft von Hans Schaidinger (1996 bis 2014) leitete die Sozialdemokratin Christa Meier die Geschicke der Stadt - und obschon ihr Wirken auf eine Wahlperiode beschränkt blieb, hatte es eine historische Dimension: Meier war, damals 48-jährig, die erste Frau auf dem Oberbürgermeister-Sessel in Regensburg - und überhaupt einer bayerischen Großstadt.

Nun feiert Christa Meier ihren 80. Geburtstag. Am 6. Dezember ist es so weit, zu ihren Ehren gibt die Stadt an diesem Tag einen Empfang. Im Gespräch mit der Regensburger Zeitung blickt die Jubilarin zurück auf ein bewegtes politisches Leben und gewährt zudem berührende Einblicke in den privat-persönlichen Bereich.