Prozess in Regensburg Wolbergs: Beweisaufnahme zur Sparkasse abgeschlossen

Joachim Wolbergs (SPD), der suspendierte Oberbürgermeister von Regensburg, sitzt im Gerichtssaal des Landgerichts. Foto: Armin Weigel/Archiv/dpa

Fast zwei Wochen hatte der Themenkomplex "Sparkasse" das Verfahren um die Regensburger Parteispendenaffäre beherrscht, am Donnerstagvormittag wurde der Komplex abgeschlossen. Laut der Anklage soll sich der suspendierte und angeklagte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) in ein Kreditgeschäft zwischen der Sparkasse und dem ebenfalls angeklagten Bauträger Volker Tretzel eingemischt haben.

Belege dafür ergab die Beweisaufnahme nicht. Der sachbearbeitende Kriminalpolizist erklärte am Donnerstag, dass die Ermittlungen "keinerlei Hinweise auf den Einfluss von Herrn Wolbergs ergeben" hätten. Dennoch klagte die Staatsanwaltschaft den Komplex an.

Um den zeitlichen Zusammenhang zwischen Spenden Tretzels und der Kreditausreichung zu prüfen, wie Sachbearbeiterin Christine Ernstberger vor Gericht erklärte. Wolbergs hatte den Eilbeschluss für den Kredit als Verwaltungsratsvorsitzender unterzeichnet. Das laufe bei derartigen Fällen immer so, erklärte ein Sparkassenvorstand am Donnerstag. Einen Einfluss' Wolbergs auf das Kreditgeschäft an sich konnte aber auch der Zeuge nicht ausmachen.

Die Vorwürfe zur Sparkasse, waren ein Teil der Gründe, die Wolbergs im Januar 2017 in Untersuchungshaft brachten. Die Verteidigung kritisierte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft deshalb erneut scharf.

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