Pflanzen ist alternativlos Nicht nur das Apfelbäumchen will er pflanzen

Hier zeigt Georg Fritsch die Elsbeere, eine der seltensten Baumarten in Deutschland. Foto: Haider

Pflanzen, pflanzen, pflanzen! Für Georg Fritsch, den rührigen Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Friedersried, gibt es dazu keine Alternative. Für die Unsitte, die Landschaft mit Asphalt und Beton zu versiegeln und für die "Verkiesung" von Gärten, findet der Vollblut-Gartler keine Worte mehr. Und darüber, dass in fast jedem Friedhof Bäume gefällt werden, weil das Laub dort störe, kann Fritsch nur den Kopf schütteln. "Gehört das Laub denn nicht auch zur Vergänglichkeit?", fragt er. "Schaut's in die Städte, die ham schöne Friedhöfe, je älter, umso besser und umso mehr Bäume, da stört sich keiner. Aber bei uns auf dem Land muss alles sauber sein". Das geht ihm nicht ein.

Der Baum sei der Seelenspiegel des Menschen. Offenbar seien die Menschen nicht mehr geerdet. Zurück zu den Wurzeln müsse es heißen. Dass Bäume den Menschen guttun, werde andererseits neuerdings im Trend "Waldbaden" wiederentdeckt. Ja, denn Bäume und Menschen stünden seit jeher in enger Beziehung. Die Bäume und deren Früchte, Samen und Rinde: Sie seien Arznei, Nahrung, Baumaterial, Schattenspender, Klimaverbesserer, Treffpunkt, Gerichtsort in früheren Zeiten (Dorflinde). Doch viele Bäume sind in Gefahr. Ganze Wälder werden dem Klimawandel und vermehrter Trockenheit nicht standhalten. Deshalb müsse umgedacht und anders angepflanzt werden.

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