Olympia-Verschiebung IOC: Nationen entscheiden über Tokio-Tickets für Sportler

Die bereits für Olympia qualifizierten Sportler müssen nach der Verlegung der Sommerspiele doch weiter um ihr Ticket für Tokio kämpfen. Foto: kyodo/dpa/dpa

Lausanne - Die bereits für Olympia qualifizierten Sportler müssen nach der Verlegung der Sommerspiele doch weiter um ihr Ticket für Tokio kämpfen.

Das IOC stellte klar, dass die finale Entscheidung über die Nominierung der Athletinnen und Athleten weiter bei den jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees liege. "Die Prinzipien für die Qualifikation bleiben dieselben", sagte Kit McConnell, Sportdirektor des Internationalen Olympischen Komitees. Alle Sportler, die bereits die Qualifikation geschafft hätten, würden zwar aus Sicht des IOC an Olympia teilnehmen dürfen - aber nur, wenn sie entsprechend auch von ihren Länderverbänden ausgewählt werden.

57 Prozent der voraussichtlich 11.300 Tokio-Olympioniken hatten sich bereits das Ticket für die Spiele in Japan gesichert. Wegen der Corona-Pandemie hatten das IOC, die Organisatoren und die japanische Regierung nach längerem Zögern jedoch eine Verschiebung der Sommerspiele um ein Jahr beschlossen. Olympia in Tokio soll nun am 23. Juli 2021 eröffnet werden.

Offen ist noch, ob die in mehreren Sportarten geltenden Altersbeschränkungen wegen der Verlegung der Spiele gelockert werden. So ist bislang unter anderem geregelt, dass im Fußball mit Ausnahme von drei Spielern nur Akteure unter 23 Jahren am olympischen Turnier teilnehmen dürfen. In anderen Sportarten gibt es ein Minimum-Alter für die Teilnahme. Über mögliche Kulanzregelungen werde derzeit mit den zuständigen Fachverbänden gesprochen, sagte McConnell. Eine Entscheidung werde "in den nächsten Wochen" fallen.

 

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