Oktoberfest-Start 2019 Sieben Tipps für Ihren Wiesn-Besuch

Ein Besuch auf dem Münchener Oktoberfest ist oft ein großes Abenteuer. Aber es gibt auch ein paar Dinge zu beachten. (Symbolbild) Foto: Matthias Balk/dpa

Die Menschenmassen schunkeln wieder, das teure Bier fließt in Strömen aus den Maßkrügen und die Landeshauptstadt München schaltet in den Ausnahmezustand: Am Samstag um 12 Uhr startet das Oktoberfest 2019, es ist das 186. seiner Art. Nicht nur für Neulinge hält der Besuch auf dem größten Volksfest der Welt neben einer Menge "Gaudi" aber auch einige Tücken bereit. idowa stellt hier einige Tipps und Tricks vor, die von Experten der ARAG zusammengestellt wurden.

1. Darf ich meinen Rucksack mit ins Bierzelt nehmen?

Wahrscheinlich nicht. Obwohl die Wiesn für ein Event dieser Größe insgesamt sehr sicher ist, werden auch 2019 wieder zahlreiche Ordner eingesetzt, die nach dem Rechten sehen und natürlich auch Taschenkontrollen vor den Zelten durchführen. Dabei gilt neuerdings: Fasst eine Tasche mehr als drei Liter oder ist sie größer als ein halbes Din-A4-Blatt, muss sie fast immer draußen bleiben. Für größeres Gepäck gibt es rund um das Festgelände entsprechende Aufbewahrungsstationen.

2. Bin ich versichert, wenn ich am Heimweg von der Firmenfeier vom Fahrrad falle?

Eher nicht. Wenn auf betrieblichen Veranstaltungen, auf dem Weg dorthin oder auf dem Heimweg etwas passiert, zahlt normalerweise die Versicherung. Viele Unternehmen aber laden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch zu einem oft feucht-fröhlichen Wiesn-Tag ein. Wenn dabei etwas schief geht, müssen sehr spezielle Voraussetzungen erfüllt sein, um einen "Arbeitsunfall" geltend machen zu können. So müssen für die Beteiligten "betriebliche Interessen" im Vordergrund stehen und der Festbesuch muss während der bezahlten Arbeitszeit erfolgen. Reine "Beziehungspflege" mit Geschäftspartnern reicht hier schon nicht mehr aus. Und wenn eine "Motivationsveranstaltung" vorliegt, bei der der Spaß im Vordergrund steht, ist es ganz aus mit dem Rechtsanspruch. Also dann lieber eine Maß weniger trinken.

3. Bin ich schuld, wenn ich im Bierzelt auf jemanden drauf falle?

Oftmals ja. Bei aller ausufernden "Gaudi" sind die Festzelte auf dem Oktoberfest natürlich auch 2019 kein "rechtsfreier Raum". Es gelten verschiedene Gesetze und Sie müssen unter bestimmten Umständen auch haften. Rempler und Schubser zum Beispiel, so entschied ein Gericht, können im Bierzelt-Trubel niemals ausgeschlossen werden. Fallen Sie also beispielsweise, auf einer Bierbank stehend, auf einen trinkenden Gast und dieser schlägt sich am Maßkrug ein paar Zähne aus, wird eventuell Schmerzensgeld fällig – selbst wenn Sie jemand umstößt! Seien Sie also aufmerksam, achten Sie auf Ihre Umgebung und seien Sie darauf gefasst, plötzlich das Gleichgewicht zu verlieren.

 

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