Österreich Blockabfertigung an Grenze zu Österreich: Volle Autobahnen

Der Verkehr staut sich. Foto: Matthias Balk/Archiv Foto: dpa

Kiefersfelden (dpa/lby) - In Bayern sind Auto- und Lastwagenfahrer am Samstag vielerorts auf die Geduldsprobe gestellt worden. Am Grenzübergang Kiefersfelden in Oberbayern (Inntalautobahn/A93) waren noch bis zum Samstagabend Lkw-Blockabfertigungen geplant. Dabei wird nur einer bestimmten Anzahl Lastwagen pro Stunde die Einreise nach Österreich erlaubt, um dort die Autobahnen zu entlasten. Auch am Grenztunnel Füssen im Allgäu (A7) ließ die österreichische Polizei nur eine bestimmte Zahl von Lkw einreisen. Staus am Morgen waren dort die Folge.

Am Samstagnachmittag stellte auf rund 19 Kilometern stockender Verkehr auf der A93 zwischen dem Dreieck Inntal und dem Grenzübergang Kiefersfelden die Geduld vieler Autofahrer auf die Probe. Lastwagen standen rund 24 Kilometer im Stau, wie ein Sprecher der Polizei Oberbayern Süd sagte.

Auch auf österreichischer Seite stand der Verkehr. So stauten sich Autos und Lastwagen auf der Brennerautobahn bis zurück zur Inntalautobahn in beiden Richtungen, wie ein Sprecher der Polizei Tirol sagte.

Ebenfalls mehr Zeit mitbringen mussten Pfingsturlauber auf der Autobahn 8 zwischen München und Salzburg. Nach einem Unfall mit drei leicht Verletzten mussten ab Mittag nahe Irschenberg (Landkreis Miesbach) in Fahrtrichtung Salzburg zwei Fahrspuren gesperrt werden. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei Oberbayern Süd staute sich dort der Verkehr in Richtung Österreich. Auch zuvor kam es wegen des hohen Verkehrsaufkommens immer wieder zu Staus auf mehreren Kilometern Länge.

Für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verstößt die Blockabfertigung von Lastwagen an der österreichischen Grenze gegen EU-Recht, wie er am Freitag in Berlin sagte. Dies sei absolut inakzeptabel und eine massive Störung des deutschen Urlaubsverkehrs. Scheuer forderte die Österreichische Bundesregierung auf, diese Praxis zu beenden. Wegen der Blockabfertigung kommt es oft zu langen Staus an den Grenzen auf deutscher Seite, von denen auch Autofahrer betroffen sind.

Wegen der Kombination von sommerlichen Temperaturen und Staus hatten sich die Behörden in Oberbayern mancherorts schon auf die Ausgabe von Getränken an Autofahrer vorbereitet, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Samstag sagte. Dies sei nun jedoch nicht nötig gewesen.

Am größten bayerischen Flughafen in München war ein Tag vor Pfingsten weniger los als am Freitag. Die meisten Urlauber seien direkt am letzten Schultag in den Urlaub geflogen, sagte ein Airport-Sprecher - es waren 160 000 Passagiere.

 

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