Niederschlagung des NS-Regimes Petition gestartet: 8. Mai soll Feiertag werden

Am 8. Mai jährt sich zum 75. Mal die Niederschlagung des NS-Regimes. Die 95-jährige Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano fordert, dass dieser Tag ein Feiertag werden muss.

Die Überlebende startete deshalb eine Petition im Internet, die bereits Zehntausende Menschen unterschrieben haben. Mehr dazu erfahren Sie im Video. 

Auch der Historiker Martin Sabrow hatte sich bereits Mitte März dafür ausgesprochen, den 8. Mai bundesweit zum gesetzlichen und damit arbeitsfreien Feiertag zu erklären. An dem Tag 1945 hatte das nationalsozialistische Deutsche Reich die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet, womit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet war. "Der historischen Bedeutung des 8. Mai entspricht es, dieses Datum 75 Jahre nach Kriegsende als gesetzlichen Feiertag dauerhaft im gesellschaftlichen Gedächtnis zu verankern", schrieb der Leiter des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung.

In Berlin ist der 8. Mai dieses Jahr einmalig unter dem Namen "Tag der Befreiung" Feiertag. Sabrow findet diese Bezeichnung zu eindimensional. "Eine solche Ausrichtung würde der Differenz zwischen zeitgenössischer Erfahrung und nachzeitiger Betrachtung nicht gerecht, und er trüge der widersprüchlichen Vielschichtigkeit eines Datums keine Rechnung, das von den Mitlebenden als auswegloser Untergang ebenso erlebt werden konnte wie als ersehnte Rettung." Er plädierte dafür, den 8. Mai wie in Mecklenburg-Vorpommern als "Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges" zu begehen. Dort ist der 8. Mai ein Gedenktag.

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