Niederbayern/Oberpfalz

Silvester in Ostbayern: Polizei zieht Bilanz


Aufgrund der Corona-Beschränkungen verlief der Jahreswechsel aus Sicht der Polizei relativ ruhig. (Symbolbild)

Aufgrund der Corona-Beschränkungen verlief der Jahreswechsel aus Sicht der Polizei relativ ruhig. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Die Silvesternacht gehört normalerweise zu den arbeitsintensivsten Nächten für Polizei und Feuerwehr - in diesem Jahr war aufgrund der Corona-Beschränkungen jedoch vieles anders. So blieb es deutlich ruhiger als in den vorherigen Jahren, trotzdem musste die Polizei in Ostbayern bei mehreren Gelegenheiten eingreifen.

In der Oberpfalz zählte die Polizei in der Nacht auf Freitag insgesamt 183 Einsätze, der überwiegende Teil davon lief aber sehr glimpflich ab. Die "größten" Einsätze waren zwei Brände in Regensburg und Nabburg: In Regensburg hatte ein Defekt an einem Raclette-Grill eine Küche in Brand gesetzt. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro, zudem wurde eine 33-jährige Frau leicht verletzt. In Nabburg war eine Garage in Brand geraten, wohl aufgrund eines technischen Defekts. Der Besitzer konnte sein Auto noch rechtzeitig ins Freie bringen, erlitt dabei aber eine leichte Rauchvergiftung.

Ein besonderes Augenmerk hatten die Beamten auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und der nächtlichen Ausgangssperre. Hier wurden insgesamt 208 Verstöße festgestellt, die eine Anzeige zur Folge haben werden. In Nittendorf wurde etwa eine verbotene Tiefgaragenparty mit mehr als 15 Teilnehmern aufgelöst.

In Niederbayern zählte die Polizei in der Silvesternacht insgesamt 210 Einsätze. Damit sei 2020 die "ruhigste Silvesternacht seit Jahren" gewesen, so die Polizei. Auch hier blieb es in erster Linie bei kleinen Verstößen und Sachbeschädigungen durch Böller und Feuerwerk. In Regen kam es durch einen verirrten Feuerwerkskörper jedoch zu einem Brand in einem Gartenhäuschen, der einen größeren Einsatz zur Folge hatte. Verletzt wurde zwar niemand, allerdings entstand Sachschaden in Höhe von rund 70.000 Euro. In Landshut wurde gegen 0.25 Uhr ein Stromkasten in einem Industriegebiet mit einem Böller gesprengt, was einen zeitweisen Stromausfall zur Folge hatte.

Einen größeren Einsatz gab es auch in Straubing, wo gegen 1.40 Uhr mehrere Polizeistreifen zu einer Wohnung anrücken mussten. Ein Mann hatte in einem psychischen Ausnahmezustand Polizisten mit zwei Messern bedroht. Die Situation konnte aber schließlich unproblematisch bereinigt werden

Auch in Niederbayern wurden in der Nacht mehrere Vesrtöße gegen die Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren festgestellt. 145 Mal mussten die Beamten eine Anzeige aufnehmen. Insgesamt hätten die Bürger den Jahreswechsel aber "sehr besonnen" gefeiert, so die Polizei.