NFL-Playoffs

Das Ende einer Ära


Nach einer holprigen Saison und dem frühen Ausscheiden gegen die Tennessee Titans war Quarterback-Legende Tom Brady sichtlich enttäuscht und entscheidet nun über seine eigene sportliche Zukunft.

Nach einer holprigen Saison und dem frühen Ausscheiden gegen die Tennessee Titans war Quarterback-Legende Tom Brady sichtlich enttäuscht und entscheidet nun über seine eigene sportliche Zukunft.

Am 04. und 05. Januar fand die Wildcard-Round der US-Amerikanischen American Football Profiliga NFL statt. Diese Zwischenrunde vor der Divisonal Round hatte neben einigen spannenden Spielen auch große Enttäuschungen für zwei Legenden dieses Sports zu bieten.

Eine ungewisse Zukunft

Was sich bereits in der regulären Saison angedeutet hatte, ist für die erfolgsverwöhnten New England Patriots nun zur bitteren Realität geworden. Das erste Mal seit 2010 verpasst das Team aus der Boston-Region den Einzug in die nächste Runde. Eine enttäuschend performende Offensive der Patriots konnte den krassen Außenseiter aus Tennessee am Ende nicht in die Schranken weisen und man verlor das Spiel schlussendlich verdient mit 13:20. Nach dieser schockierenden Niederlage für alle New England Anhänger steht nun die Frage nach dem Karriereende ihrer Quarterback-Legende Tom Brady, der seinen sportlichen Zenit längst überschritten hat. Der 42-jährige ließ seine Zukunft bisher noch offen, da er bei einer Entscheidung für ein Weitermachen auch einen neuen Vertrag benötigen würde. Ob diese Enttäuschung gegen die Tennessee Titans also Bradys letzter Auftritt war, darf mit Spannung erwartet werden. Das siegreiche Team aus Nashville, dessen Running Back Derrick Henry mit 182 Yards und einem Touchdown überragte, trifft in der nächsten Runde gegen die übermächtigen Baltimore Ravens.

Hoffnung auf eine Rückkehr

Auch im Süden der USA stand eine ganze Region unter Schock, als die sensationelle Niederlage der New Orleans Saints gegen die Underdogs aus Minnesota feststand. Genau wie bei den Patriots ist auch hier die Zukunft einer Quarterback Legende sehr offen. Jedoch darf man sich aufgrund der Aussagen von Drew Brees und dessen langjährigem Coach Sean Payton berechtigte Hoffnung machen, dieses erfolgreiche Duo auch im nächsten Jahr wieder betrachten zu dürfen. Neben guten Leistungen der Vikings Defensive, ihres Quarterbacks Kirk Cousins und ihres Running Backs Dalvin Cook avancierte im Superdome zu New Orleans letzten endlich Wide Receiver Adam Thielen (7 Receptions, 129 Yards) zum Spieler des Spiels. Insgesamt überzeugte das Team aus Minneapolis aber vor Allem durch eine geschlossene Mannschaftsleitung. Bei den ausgeschiedenen Saints machte vor Allem Allrounder Taysom Hill, der auf jeglicher offensiven Position regelmäßig eingesetzt wird, mit 50 Passing Yards, 50 Rushing Yards und 25 Receiving Yards auf sich aufmerksam. Die Vikings treffen in der nächsten Runde auf die San Francisco 49ers.

Unverständliche Entscheidungen

Ein vollkommen seltsames Spiel konnte man am Samstagabend bei der Auseinandersetzung zwischen den Houston Texans und den gastierenden Buffalo Bills beobachten. Lieferten die Bills eine vor Allem defensiv atemberaubende erste Halbzeit ab, enttäuschten die heimischen Texans im ersten Abschnitt auf ganzer Linie und es ging beim Stand von 0:13 in die Pause. Nach eben jener wurde es von Minute zu Minute immer kurioser. Zunächst musste nach einem Missverständnis der Hauptschiedsrichter von einem Offiziellen der NFL über die Regeln aufgeklärt werden, dann vergaßen die Bills plötzlich wie man einen Vorsprung erfolgreich verteidigt. Diese extremen offensiven Nachlässigkeiten nutzte Houston gekonnt aus und ging im letzten Viertel sogar mit 19:16 erstmals in Führung. Doch Buffalo konnte sich durch ein Field Goal noch in die Overtime retten. Dass diese Verlängerung noch Zustande kam, war den nächsten kuriosen Entscheidungen zu verdanken. Dieses mal standen allerdings die beiden Coaches im Vordergrund, welche beide unverständlich risikoreiche Entscheidungen trafen und so den Vorsprung ihres Teams gefährdeten, beziehungsweise die Chancen ihres Teams auf erneute Führung verschenkten. In der ebenfalls von vergebenen Möglichkeiten geprägten Overtime setzten sich schließlich die Texans mit 22:19 durch und treffen nun in der nächsten Runde auf die Kansas City Chiefs.

Das enttäuschende Duell

Die Qualität des letzten Matches der diesjährigen Wildcard-Round ließ am Ende doch zu wünschen übrig. Die Begegnung, welche von der zuletzt wackligen, aber überraschend stark aufspielenden Defensive der Seattle Seahawks geprägt war, hatte schlussendlich weniger offensive Leckerbissen zu bieten, als man im Vorfeld erwarten durfte. Die offensiv sich in Normalform befindlichen Spieler aus dem Nordwesten der USA stellten mit Quarterback Russell Wilson und Rookie Wide Receiver D.K. Metcalf (7 Receptions, 160 Yards, ein Touchdown) die Akteure des Spiels. Dass sich die zuletzt wieder erstarkten Eagles aus Philadelphia nicht von ihrer besten Seite zeigten konnten, liegt wohl vordergründig an der Verletzung ihres verlässlichen Quarterbacks Carson Wentz, der das Feld bereits im ersten Viertel aufgrund einer Gehirnerschütterung verlassen musste. Sein extrem erfahrener Ersatzmann Josh McCown lieferte zwar eine solide Leistung ab, konnte sein Team gegen die erwähnt starke Defensive Seattles nicht zum Sieg führen. Die Begegnung endete beim Stand von 17:9 aus heimischer Sicht. Die Seattle Seahawks treffen in der nächsten Runde auf die Green Bay Packers.