Neuinfektionen in Straubing Versorgungsarzt mahnt wegen Corona zu Eigenverantwortung

Die Figur des Bruder Straubinger macht's vor: "Ganz konsequent die AHA-Regel - Abstand, Hygiene und Atemschutz - einhalten", sagt Dr. Wolfgang Schaaf. Das ist der beste Schutz gegen das Virus. Foto: Ulli Scharrer

Je mehr Menschen dieser Tage aus dem Urlaub nach Straubing zurückkommen, desto mehr Neuinfektionen meldet das Gesundheitsamt. Wir haben mit Dr. Wolfgang Schaaf, Vorsitzender des Ärztlichen Bezirksverbands Niederbayern, über diese Situation gesprochen, was ihm Sorgen bereitet und was er Bürgern rät.

16 Neuinfektionen sind in den vergangenen sieben Tagen in Stadt und Landkreis verzeichnet worden (Stand: Montagnachmittag). Davon waren nur zwei Menschen keine Reiserückkehrer. Was bedeuten diese Zahlen für das Infektionsgeschehen in der Stadt?

Dr. Wolfgang Schaaf: Das kann mehrere Sachen bedeuten. Es besteht die Hoffnung, dass wenn die Reisetätigkeiten zurückgehen, auch die Infektionen wieder zurückgehen. Das klappt aber nur, wenn es uns gelingt, die Infizierten jetzt hier zu isolieren. Die meisten Reisenden sind ja bereits vor Wochen losgefahren, mit einer gewissen Zeitverzögerung zeigt sich jetzt der Effekt des Reisens. Die entscheidende Frage ist: Werden Tests auch umgangen? Das macht mir Sorgen. Unsere Schutzmechanismen, wie eben die Teststationen an Flughäfen und Autobahnen, kann man unterlaufen. Jetzt ist die Zeit der Eigenverantwortung, denn wir können nicht alles überwachen und das möchte auch niemand. Jeder einzelne muss sich jetzt diszipliniert verhalten, davon wird's letztendlich abhängen.

 

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