Neuerungen Das ändert sich im Mai für Verbraucher

Neue Richtlinien bei WhatsApp, Kinderbonus wird ausgezahlt und der digitale Impfnachweis geht in die Testphase: Diese Änderungen erwarten Verbraucher ab dem 1. Mai. Foto: Fabian Sommer (dpa)/ Eibner (imago)/AFLO (imago)

Einige Gesetze und Regelungen ändern sich im Mai für die Verbraucher – eine Übersicht.

WhatsApp nimmt ab Mitte des Monats die im Februar verschobenen Aktualisierungen seiner Richtlinien vor, Familien erhalten ab Mai wieder einen einmaligen Kinderbonus und eine App für einen digitalen Impfnachweis wird getestet. Diese und weitere Änderungen erwarten Verbraucher ab 1. Mai.

WhatsApp-Richtlinien ändern sich

Ab 15. Mai gibt es ein neues Update für den Nachrichtendienst WhatsApp. Wie das Unternehmen in seinem Blog schreibt, soll es nach der Aktualisierung neue Optionen für die Nutzer geben. Mit diesen Optionen können dann Nachrichten an Unternehmen gesendet werden. Außerdem sollen die Änderungen für mehr Transparenz sorgen, wie WhatsApp Daten erfasst und verwendet. Das Unternehmen will damit ermöglichen, dass Nutzer auch über WhatsApp bei Unternehmen einkaufen können. Gleichzeitig betont WhatsApp, dass diese Aktualisierungen keine zusätzlichen Berechtigungen beinhalten würden, Daten mit Facebook teilen zu dürfen. Letzteres hatte im Januar vor Verschiebung des Updates vielen Menschen Sorge bereitet. 

Jugendschutz im Internet

Kinder und Jugendliche in Deutschland sollen besser vor Gefahren im Netz geschützt werden. Große Anbieter von Spielen und Filmen im Netz werden damit verpflichtet, technische Vorkehrungen für mehr Kinder- und Jugendschutz zu treffen. Die Plattformen müssen künftig einfache Melde- und Beschwerdemöglichkeiten anbieten, für den Fall, dass junge Nutzer sich bedroht, bedrängt oder durch Fremde belästigt fühlen. Außerdem werden einheitliche Alterskennzeichen für Online-Inhalte vorgeschrieben. 

Die Reform von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) soll junge Nutzer besser vor Gefahren wie Mobbing, sexueller Belästigung, Tracking oder Kostenfallen schützen. Eine neue Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz soll die Einhaltung der Regeln überprüfen und ebenso dafür sorgen, dass auch ausländische Anbieter bei Verstößen belangt werden können. Die Regelungen gelten ab Mai.

Neue Richtlinie für Spielzeuge

Auch Spielzeuge sollen für Kinder sicherer werden. Ab dem 21. Mai regelt eine neue Richtlinie die Migrationsgrenzwerte für Aluminium und Formaldehyd in Spielzeugen. Die Stoffe dürfen in der Verarbeitung von Spielsachen nur in geringen Mengen verwendet werden. Diese Grenzwerte sind auch für Spielzeug gültig, das aus Fernost importiert wird. 

Maler bekommen Mindestlohn

Ein neuer Tarifabschluss für Maler und Lackierer steigert ab 1. Mai der Mindestlohn im Malerhandwerk.  Gelernte Arbeitnehmer und Gesellen erhalten dann mindestens 13,80 Uhr pro Stunde. Für ungelernte Arbeitskräfte steigt der Mindestlohn auf 11,40 an, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund mitteilt. 

Auszahlung des Kinderbonus

Die meisten Eltern erhalten im Mai wieder einen Kinderbonus. Dabei gibt es für jedes Kind mit Anspruch auf Kindergeld im Jahr 2021 150 Euro. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Der Bonus wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet. Kinder, bei denen der Anspruch auf Kindergeld vor oder nach 2021 besteht beziehungsweise bestand, bekommen die Bonuszahlung später ausgezahlt. 

Support für Windows 10

Laut dem Computermagazin "Chip" endet am 11. Mai der Kundensupport für die Windows 10 1909 Version für Privatnutzer. Das Update erschien ursprünglich im November 2019. Kunden, die ihren Rechner seitdem nicht mehr auf eine neuere Version aktualisiert haben, erhalten bereits seit etwa zwei Monaten einen Hinweis auf den Ablauf ihrer Microsoft-Version. 

Neue Regeln für Energieausweis

Ab Mai gelten neue Richtlinien für die Energieausweise von Immobilien. Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) bereits seit November in Kraft. Die Energieausweise beinhalten in Zukunft auch Informationen über die Klimawirkung und müssen ab 1. Mai auch die Kohlendioxidemissionen eines Gebäudes aus dem Primärenergiebedarf oder - verbrauch enthalten. 

App für Reisen mit Impfnachweis

Erstmals wird ab Mai mit dem "IATA Travel Pass" das Reisen mit Impfnachweis getestet. Eine App soll den Fluggesellschaften dabei zeigen, ob ein Passagier geimpft ist und somit den Flug antreten darf. 

EU-Anpassungsverordnung bei Medizinprodukten

Ab Mai soll es konkretere Regeln für Medizinprodukte durch die sogenannte "Medizinprodukte-EU-Anpassungsverordnung" geben. Die Verordnung tritt am 26. Mai ein und beinhaltet unter anderem, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Paul-Ehrlich-Institut mehr Befugnisse erhalten. So können sie zum Beispiel die Inbetriebnahme von medizinischen Produkten in Deutschland verbieten oder einschränken. Auch der Kampf gegen Produktfälschungen soll damit erleichtert werden. 

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