Nachruf Straubinger Feuerwehr trauert um "Muck"

Markus Muck Muckenschnabl. Foto: Markus Muckenschnabl/Facebook
Markus "Muck" Muckenschnabl. Foto: Markus Muckenschnabl/Facebook

Markus Muckenschnabl, langjähriger Jugendwart der Straubinger Feuerwehr, leidenschaftlicher Trompeter und Bezirksschornsteinfeger, ist am Montag im Alter von 47 Jahren gestorben.

In die Eil-Whatsapp-Gruppe der Straubinger Feuerwehr werden nur wichtige Meldungen geschrieben. Schreiben darf nicht jeder, nur etwa der Stadtbrandrat oder Zugführer, wenn noch ein paar Mann für eine Schicht gebraucht werden oder ein Gerät repariert und wieder einsatzbereit ist, solche Dinge. Am heutigen Montag früh schien erst eine Nachricht auf, dann ganz viele - Beileidsbekundungen. Die Straubinger Feuerwehr trauert um Markus Muckenschnabl, der am Montag nach langer, schwerer Krankheit gestorben ist.

Muckenschnabl, genannt "Muck", war ein langjähriger, verdienter, beliebter Feuerwehr-Mann, wie Stadtbrandrat Stephan Bachl am Montag am Telefon erzählt. "Er war einfach durch seine Art beliebt - immer freundschaftlich, er hat immer geholfen und dazugelangt."

Profilbilder in Trauerflor auf Facebook

Am Montag gegen 7.30 Uhr fand Muckenschnabl (47) nach mehreren Jahren langer Krankheit Erlösung, wie Bachl berichtet. Die Straubinger Feuerwehr hat bis zuletzt großen Anteil genommen am Leidensweg ihres Kameraden. Sein Tod hat Wellen geschlagen, sagt Bachl. Auf Facebook tragen seine Kameraden Trauerflor in ihren Profilbildern.

15 Jahre lang, von 2000 bis 2015, war Muckenschnabl Ausbilder der Jugendgruppe. "Wenn jemand das 15 Jahre lang macht", sagt Bachl, "muss der eine Ader für junge Leute haben". Man habe gemerkt, wie wichtig ihm die Ausbildung der Jugendlichen gewesen sei. "Die hätten sich zerrissen für ihn", sagt Bachl.

Die Spansau gab's zur Verabschiedung

Was machte den "Muck" so sympathisch? Bei seiner Hochzeit 2017, erzählt Bachl, habe er noch beim Brautstehlen eine Spansau versprochen und war sie aber erst mal schuldig geblieben. Letztes Jahr habe es sie dann doch noch gegeben. Es war Muckenschnabl wichtig, sein Wort zu halten, sagt Bachl. "Das war wie eine Verabschiedung, das war uns klar."

Die Feuerwehr, sagt der Stadtbrandrat, verliert mit "Muck" einen Freund und Kameraden. Bis zuletzt haben ihn Feuerwehr-Kameraden begleitet, mit ihm gescherzt und Beistand geleistet.

2011 hat er wegen seines Engagements stellvertretend für alle Straubinger Feuerwehrleute im Sozialministerium die Ehrenamtskarte überreicht bekommen. Er war Bezirksjugendwart und leitete zuletzt die Grundausbildung bei der Straubinger Feuerwehr. Muckenschnabl war Bezirksschornsteinfegermeister und spielte leidenschaftlich gerne Trompete. Sein allerletzter Einsatz für die Feuerwehr: ein Kaminbrand.

Muckenschnabl hinterlässt seine Frau Barbara und Sohn Udo (6). Im August 2020 spielte er noch zum (abgesagten) Volksfest-Beginn ein trauriges Prosit mit seiner Trompete auf Facebook.

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