Nach Gewalttat Menschenkette zum Gedenken an Opfer in Würzburg

Bürger stehen in einer Menschenkette im Gedenken an die Opfer eine Woche nach der tödlichen Messerattacke in der Stadt. Foto: Daniel Karmann/dpa

Mit einer Menschenkette haben eine Woche nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg Hunderte Menschen in der Innenstadt der Opfer gedacht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reihten sich nahe dem Tatort von der Juliuspromenade bis zum Rathaus aneinander, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Darunter war auch Würzburgs Bischof Franz Jung. Um 17.00 Uhr, der ungefähren Tatzeit, läutete die Glocke des Kiliansdoms als Aufruf zum Gebet. Menschen hielten Blumen in den Händen und Schilder mit den Aufschriften "Würzburg trauert" und "Würzburg hält zusammen" - auch auf Englisch, Arabisch und in anderen Sprachen.

Man wolle auch Solidarität mit den Menschen zeigen, die nun Vorverurteilungen und Hetze ausgesetzt seien, sowie Respekt für die couragierten Helfer, Rettungskräfte und Seelsorger, hieß es im Vorfeld vom Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage, das die Trauerveranstaltung mitorganisierte. Für den Abend waren Gedenkkundgebungen aus dem politischen Spektrum geplant, unter anderem von der AfD.

Vergangenen Freitag hatte ein 24-jähriger Somalier in einem Kaufhaus drei Frauen erstochen und sieben Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Das Motiv ist weiterhin unklar. Der 24-Jährige hatte sich zuvor wiederholt psychisch auffällig gezeigt. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gibt es auch Hinweise auf ein mögliches islamistisches Motiv.

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