Nach dem Kreuzbandriss Bogens Lukas Käufl: Mit Disziplin zum Comeback

Lukas Käufl hat sich im Reha-Zentrum in Straubing auf die Rückkehr auf den Fußballplatz vorbereitet. Foto: Fabian Roßmann

Lukas Käufl vom TSV Bogen hat sich zu Beginn der vergangenen Saison das Kreuzband gerissen. Rund ein Jahr lang schuftete der 19-Jährige nun für sein Comeback auf dem Fußballplatz.

Es ist die Horror-Verletzung für jeden Fußballer: der Kreuzbandriss. Lukas Käufl, 19-jähriger Stürmer des TSV Bogen in der Landesliga, hat sich im vergangenen Sommer einen solchen zugezogen. Nun, knapp ein Jahr später, steht er wieder auf dem Fußballplatz. „Ich bin wieder richtig fit und freue mich, zurück zu sein“, sagt er.

Hinter Käufl liegt ein Jahr harter Trainingsarbeit. Mitte Juli hatte er sich den Kreuzbandriss zugezogen, Ende August wurde er im Sporthopaedicum in Straubing operiert. Anschließend konnte er zunächst nicht viel machen, nach einigen Wochen startete er ins Aufbautraining. Hier vertraute er sich Peter Kunzmann vom Straubinger Reha-Zentrum an. Von einem Praktikum kannte er die Abläufe dort bereits.

Verschiedene Heilungsphasen

Es gebe nach einem Kreuzbandriss verschiedene Heilungsphasen, erklärt Kunzmann. In der sechsten Woche nach der OP startete das Muskeltraining. Zweimal pro Woche trainierte Käufl im Reha-Zentrum. „Wir haben den Trainingsplan immer wieder angepasst und das Pensum Woche für Woche und Monat für Monat gesteigert. Wir haben versucht, die Komponenten Kraft, Ausdauer und Koordination weiterzuentwickeln und zu verbessern“, sagt Kunzmann.

Käufl ist dankbar für die Unterstützung: „Ohne diese Betreuung wäre ich sicherlich noch nicht wieder so weit. Ich brauche jemanden, der dahinter ist und mich motiviert.“ Am Anfang sei es schon hart gewesen nach dem Kreuzbandriss, so ganz ohne Fußball. Doch die Zeit sei dann relativ schnell vergangen und am Ende der vergangenen Saison konnte Käufl schon wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Mit Geduld und ohne Druck

Der junge Angreifer ist auch deswegen wieder so weit, weil er nichts überstürzt hat. „Es ist sehr schwierig, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg ins Training zu finden“, sagt Kunzmann. Käufl sei aber immer geduldig gewesen, habe sich an den Plan gehalten und die nötige Disziplin gehabt. Auch Käufl selbst sagt: „Ich habe mir keinen Druck gemacht.“

Nun ist Käufl wieder voll dabei beim TSV Bogen – im Training und im Spiel. „In den Wettkämpfen entscheidet sich, wie gut er dabei ist“, sagt Kunzmann. Bislang hat alles reibungslos funktioniert. Anfangs hatte er schon Angst vor Zweikämpfen, gibt Käufl zu. Doch inzwischen mache er sich keine großen Gedanken mehr wegen der Verletzung: „Wenn ich auf dem Platz stehe, schalte ich ohnehin den Kopf aus und ich weiß: das Knie hält.“

 
 

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