Nach Corona-Ausbruch in Mamming So ist die aktuelle Corona-Lage in Dingolfing-Landau

Knapp 7.000 Bürger aus Dingolfing-Landau haben sich in den vergangenen zwei Wochen an einem der vier Corona-Testzentren testen lassen (Symbolbild). Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Die Corona-Neuinfektionen im Landkreis außerhalb der beiden Mamminger Betriebe bewegen sich weiterhin auf einem sehr, sehr niedrigen Niveau.

Knapp 7.000 Bürger haben in den vergangenen zwei Wochen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich an einem der vier Corona-Testzentren im Landkreis testen zu lassen. Lediglich ein Bürger aus dem Landkreis Dingolfing-Landau wurde dort positiv getestet – hierbei handelte es sich um einen Reiserückkehrer, der in keinem Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen an den beiden Mamminger Betrieben steht. Ein weiteres positives Testergebnis ist einem Bürger aus dem Landkreis Landshut zuzuordnen, der ebenfalls nichts mit den beiden Mamminger Betrieben zu tun hat.

Auf den beiden betroffenen Betrieben liegt das Augenmerk neben allen Maßnahmen des Infektionsschutzes auf der bestmöglichen Versorgung der betroffenen Personen. Sie sind teilweise in Wohncontainern, größtenteils aber in „festen“ Gebäuden untergebracht. Ein Arzt stellt vor Ort die medizinische Versorgung sicher. Die Betroffenen sind nicht in Räumen oder Containern eingesperrt, darüber hinaus gibt es in einem abgegrenzten Außenbereich für die Positiv-Getesteten Aufenthaltsmöglichkeiten und größere beschattete Freiflächen.

Spekulationen, es gäbe aufgrund der Unterbringung der Saisonarbeitskräfte eine diplomatische Verwicklung mit den Heimatländern der Erntehelfer, widerspricht Landrat Werner Bumeder deutlich: „Es gab und gibt keine diplomatische Verwicklung. Ganz im Gegenteil, es gibt eine hervorragende und gute Zusammenarbeit mit den Konsuln der Herkunftsländer.“ Die Wohnverhältnisse der rumänischen und ungarischen Erntehelfer auf dem landwirtschaftlichen Betrieb lägen weiterhin in der Verantwortung des Landwirts. Daran ändere auch eine Quarantäne nichts. Häusliche Quarantäne hieße ja zunächst einmal nichts anderes, als dass man die bisherige Wohnung nicht verlassen darf.

Nach positiven Corona-Tests und Anordnung der Quarantäne waren die Konsulate besorgt um ihre Landsleute. Das Landratsamt war mit hohem Einsatz permanent vor Ort, hat die Versorgungslage überprüft und zum Beispiel die medizinische Betreuung sichergestellt. Gleichzeitig bestand ständiger Kontakt mit den Konsulaten. Die Betroffenen selbst wurden von Anfang an umfassend über die Situation informiert, außerdem wurden ihnen in der jeweiligen Landessprache Hinweiszettel ausgehändigt mit den Notfallnummern der Konsulate.

Am vergangenen Mittwoch kamen die Konsuln von Rumänien und Ungarn auf Einladung des Landrats nach Mamming. Sie sprachen mit ihren Landsleuten. Gemeinsam wurde den Erntehelfern Unterstützung angeboten, wenn sie in die Heimat zurückkehren wollen. Inzwischen sind über 240 Erntehelfer vom Mamminger Gurkenhof nach Rumänien beziehungsweise Ungarn zurückgekehrt.

Landrat Werner Bumeder nimmt auch zur Behauptung, positiv getestete Erntehelfer wären in einer Nacht- und Nebelaktion in eine andere Unterkunft verlegt worden, Stellung. Nach der zweiten Reihentestung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb mussten voriges Wochenende einige positiv-getestete Mitarbeiter in das landkreiseigene, ferienbedingt leerstehende Schülerwohnheim in Dingolfing verlegt werden, weil angesichts der hohen Zahl der Neuinfizierten eine nochmalige Separierung auf dem Betriebsgelände nicht möglich war. Die Trennung hatte nach Vorliegen der Laborergebnisse schnellstmöglich zu erfolgen. Nachdem die Testergebnisse erst am frühen Abend, gegen 18 Uhr, vorlagen, dauerte es bis zum Abschluss der Verlegung bis etwa 23 Uhr. Die Verlegung wurde mit Unterstützung der Polizei und eines Sicherheitsdienstes durchgeführt, Dingolfings Bürgermeister Armin Grassinger war über diese Maßnahme informiert.

Zur Unterbringung von Infizierten werden weitere abgeschlossene Unterkünfte im Landkreis genutzt. All dies erfolgt unter strengen Sicherheitsauflagen. Ärzte stellen auch dort die medizinische Versorgung sicher, Sicherheitsdienste überprüfen auch dort die Einhaltung der Quarantäneauflagen.

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