Es kommt nich oft vor, dass Fundsachen bei der Polizei mit einer Sackkarre angerollt werden müssen. Am Münchner Hauptbahnhof war aber genau das am Samstagmorgen der Fall. 

Was war genau passiert? Eine Zugbegleiterin hatte gegen 1.30 Uhr nach der Ankunft eines ICE, der von Hamburg nach München fuhr, mehrere herrenlose Gepäckstücke in dem Zug vorgefunden. Diese gab sie daraufhin mit einer Sackkarren bei der Wache der Bundespolizei ab. Als die Beamten einen Blick in die Taschen warfen, staunten sie nicht schlecht: Diese waren komplett mit Sammlermünzen gefüllt. Zum Glück fanden die Beamten auch Kleidungs- und Schriftstücke, die Rückschlüsse auf den Eigentümer zuließen. Die Ermittlungen ergaben, dass die Münzen einem 60-jährigen Münzhändler aus Hamburg gehörten. Dieser hatte sich wegen einer Münzmesse auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt gemacht. Bei einem Zwischenhalt hatte er den ICE verlassen. Als er kurz darauf seine Reisetaschen samt Münzsammlung aus dem Zug holen wollte, war dieser bereits in Richtung München weitergefahren. Überglücklich, dass seiner etwa 30.000 Euro teuren Sammlung nichts passiert war, begab sich der 60-Jährige mit einem Folgezug nach München, wo er seine Münzen wieder in Empfang nehmen konnte.