Mission im Mittelmeer Rettungsschiff Sea-Eye 4 ist frei

Die Sea-Eye 4 ist ein Schiff der gleichnamigen Regensburger Seenotrettungsorganisation (Archivbild). Foto: Maik Lüdemann/Sea-Eye

Die italienischen Behörden auf Sizilien haben das Seenotrettungsschiff "Sea-Eye 4" nach rund zweieinhalb Monaten wieder freigelassen. Das Schiff habe bei seinem zurückliegenden Einsatz im Mai etwas mehr als 400 Menschen aus Seenot gerettet und sei dann Anfang Juni in Palermo festgesetzt worden, teilte die private Hilfsorganisation Sea-Eye aus Regensburg am Donnerstag mit.

Die Behörden hatten damals nach Angaben der Organisation die Zertifizierung sowie die Abwasser- und Müllentsorgungskapazitäten an Bord beanstandet. Solche Blockaden durch die Hafenbehörden sind rechtlich umstritten und werden derzeit vom Europäischen Gerichtshof behandelt. Dennoch habe sich Sea-Eye entschieden, von einem weiteren Rechtsstreit abzusehen. Man sei den Behördenforderungen letztlich nachgekommen, so die Organisation. Sea-Eye sei von der zuständigen deutschen Flaggenstaatsbehörde in Hamburg unterstützt worden.

Die Crew wolle noch im August zu einem weiteren Einsatz ins Mittelmeer aufbrechen, hieß es weiter. Sie bereite das Schiff nun auf diesen Einsatz vor. Zuletzt hatte die italienische Organisation ResQ mit der "ResQ People" 166 gerettete Bootsmigranten in den sizilianischen Hafen Augusta gebracht. Das Schiff gehörte früher zu Sea-Eye und fuhr unter dem Namen "Alan Kurdi".

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