Landtag CDU-Politiker Rhein neuer hessischer Ministerpräsident

Neuer und alter Regierungschef: Boris Rhein (l) nimmt im Plenarsaal des hessischen Landtags die Glückwünsche seines Amtsvorgängers Volker Bouffier entgegen. Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa

Es hat gleich im ersten Anlauf geklappt: Die Abgeordneten im Landtag in Wiesbaden wählen Boris Rhein zum neuen Ministerpräsidenten. Er bekommt mehr Stimmen als die schwarz-grüne Koalition Mandate hat.

Der CDU-Politiker Boris Rhein ist neuer hessischer Ministerpräsident. Der 50-Jährige wurde am Dienstag im Landtag in Wiesbaden zum Nachfolger von Volker Bouffier (CDU) gewählt.

Rhein erhielt im ersten Wahlgang in geheimer Abstimmung sogar mehr Stimmen als die Zahl der Abgeordneten der Regierungsfraktionen CDU und Grüne.

Schwarz-Grün verfügt über die parlamentarische Mehrheit von lediglich einem Mandat. Bei der Wahl war demnach ein Quorum von 69 der 137 Abgeordnetenstimmen nötig. Auf Rhein entfielen nun 74 Ja-Stimmen, alle Abgeordneten hatten abgestimmt. Rhein war vor seiner Wahl zum neuen Regierungschef Präsident des hessischen Landtags.

Von diesem Posten trat er nach der Abstimmung zurück. Zu seiner Nachfolgerin wurde Astrid Wallmann gewählt. Die 42 Jahre alte CDU-Politikerin ist seit 2009 Landtagsabgeordnete und war zuletzt Vize-Vorsitzende ihrer Fraktion.

Bouffier war dienstältester Ministerpräsident

Nach fast zwölf Jahren an der Spitze der Landesregierung hatte der 70 Jahre alte Bouffier sein Amt am Dienstag abgegeben. Er war der dienstälteste Ministerpräsident in Deutschland. Am Montagabend war Bouffier mit einer feierlichen Serenade im Biebricher Schloss verabschiedet worden.

Mit dem Rücktritt von Bouffier sind nach der hessischen Verfassung auch alle Ministerinnen und Minister der Landesregierung zurückgetreten. Es ist geplant, dass der neu gewählte Ministerpräsident noch am Dienstagnachmittag sein Kabinett ernennt, das anschließend vereidigt werden soll.

In Hessen findet im Herbst kommenden Jahres die Landtagswahl statt. Die Landes-CDU hatte sich mit Blick auf dieses wichtige Ereignis für den Personalwechsel an der Spitze der Landesregierung entschieden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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