Landshut Revolverheld rocken das Altstadt-Open-Air: Das Spektakel in Bildern!

Knapp 5.000 Landshuter ließen sich beim Altstadt-Open-Air von der Band "Revolverheld" mitreißen. Foto: Benni Diemer

Zunächst drohte das Konzert sprichwörtlich ins Wasser zu fallen - doch am Ende sorgten "Revolverheld" für eine magische Nacht im Herzen Landshuts.

Die Angst vor einem möglichen Anschlag hatte die Organisatoren des Altstadt-Open-Airs im Vorfeld tagelang beschäftigt. Glücklicherweise lief am Sonntag in der Innenstadt – abgesehen von einem kleineren Vorfall – alles sehr ruhig und diszipliniert ab. Dass das Konzert der Band „Revolverheld“ dennoch kurz vor der Absage stand, war den Wetterkapriolen geschuldet, mit denen man in diesem Sommer offenbar zu jedem Zeitpunkt rechnen muss. Am Nachmittag war ein heftiger Gewittersturm über Landshut hinweggebraust und hatte auch mehrere Verpflegungsstände stark beschädigt. Doch rechtzeitig hatte der Himmel ein Einsehen. Als die rund 4.500 Besucher auf das Konzertgelände strömten, war es trocken. Und am Abend konnten „Revolverheld“ dann – wie es sich für ein Open-Air gehört – unter einem fast wolkenlosen Himmel ihre Schmusehits zum Besten geben.

Doch bis es soweit war hatte Messe-Geschäftsführer Bernhard Seyller einige bange Augenblicke zu überstehen. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Denn Seyller war gerade noch mit Aufbauarbeiten beschäftigt, als von einer Minute auf die andere das Unwetter hereinbrach. Und der Messe-Chef fand sich zappelnd unter einer Plane wieder. „Ich versuchte noch, den Stand zu halten. Aber das war aussichtslos“, berichtete Seyller tags darauf – und konnte da schon über die Aktion lachen. „Da haben wir wettermäßig wirklich die volle Breitseite abbekommen.“ Die Erleichterung, dass am Sonntag alles reibungslos funktioniert hat, war ihm deutlich anzumerken. Und er hatte für die Konzertbesucher ein großes Lob übrig: „Wir mussten nach den jüngsten Vorfällen – also den Anschlägen in Bayern – ja die Sicherheitsvorkehrungen deutlich ausweiten. Dadurch kam es auch am Eingang zu längeren Wartezeiten. Aber alle Besucher hatten dafür großes Verständnis.“

Syrer wollte ohne Ticket auf das Gelände

Dies konnte Polizeisprecher Stefan Scheibenzuber bestätigen: „Alle waren wirklich sehr diszipliniert.“ Dass die Zusammenarbeit mit der eingesetzten Security sehr gut funktionierte, habe sich kurz vor 21 Uhr gezeigt. Just in dem Moment, als „Revolverheld“ die Bühne betrat, habe im Bereich der Rosengasse ein Mann versucht, ohne gültiges Ticket auf das Konzertgelände zu gelangen. „Da wurde sofort eingegriffen“, sagte Scheibenzuber. Die Hintergründe dieses Vorfalls waren gestern noch ziemlich unklar. Fest steht, dass es sich um einen 33-jährigen syrischen Asylbewerber handelte, der in einer Landshuter Flüchtlingsunterkunft untergebracht ist. Dieser habe, so Scheibenzuber, einen verwirrten Eindruck gemacht und zudem einen epileptischen Anfall bekommen. „Dazu kam es noch zu Verständigungsschwierigkeiten.“ Abgesehen von der Kleidung an seinem Körper habe der Mann jedoch nichts bei sich gehabt, sagt Scheibenzuber. Und auffällig sei er bislang auch nicht geworden. „Wir gehen zum jetzigen Moment einfach davon aus, dass der Mann sich das Konzert umsonst anschauen wollte.“

Von dieser Schrecksekunde für die Security haben die allermeisten Konzertbesucher nichts mitbekommen. Sie waren zu diesem Zeitpunkt schon bestens in Stimmung gebracht vom österreichischen Sänger Julian le Play. Die Band „Revolverheld“ hatte anschließend als Hauptact des Open-Airs das größtenteils jugendliche Publikum vom ersten Moment an voll im Griff. Lauthals wurde jede Zeile mitgesungen, zwei Stunden lang wurden Lieder wie „Halt dich an mir fest“, „Spinner“ oder „Ich lass für dich das Licht an“ frenetisch bejubelt. Bernhard Seyller sah es mit Wohlgefallen: „Das war wirklich eine großartige Werbung für diese tolle Veranstaltung mitten in unserer Stadt. Und der Erfolg ist auch insofern ganz wichtig, damit wir auch künftig solche Top-Acts nach Landshut holen können.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Dienstag, 2. August, in der Landshuter Zeitung.

 

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