Landshut Prozess: Dingolfinger (22) fährt Fußgänger um und flüchtet

Alex A.* hatte am nächsten Tag Kotflügel, Windschutzscheibe und Scheinwerfer an seinem Golf selbst ausgewechselt. Foto: Arno Burgi, dpa

Die Ampel schaltet auf Grün - Josef J.* marschiert gedankenverloren los. Dann geht alles sehr schnell, am Abend des 24. März 2018 auf einer Kreuzung in der Dingolfinger Innenstadt, wie der 57-Jährige am Montag vor der als Berufungsgericht tagenden Jugendkammer des Landgerichts sagte. "Sepp, pass auf", hätten seine Bekannten geschrien. Schon habe er ein Pfeifen gehört. Er sei stehen geblieben und habe "nur noch gehofft", als er das Auto heranrasen sah. "Zum Zurückgehen war einfach keine Zeit mehr." Es folgte Reifenquietschen. J. wurde meterweit durch die Luft geschleudert und brach sich neun Rippen. Leber und Nieren wurden verletzt.

Der 22-jährige Unfallfahrer indes hatte nicht angehalten, um sich um den Verletzten zu kümmern, sondern war weitergefahren. Darüber hinaus hat Alex A.* am nächsten Tag Kotflügel, Windschutzscheibe und Scheinwerfer an seinem Golf selbst ausgewechselt und die beschädigten Teile in der Garage seiner Großmutter versteckt, um laut Anklage Spuren zu verwischen. Vorsitzender Richter Theo Ziegler erteilte daher am Montag den rechtlichen Hinweis, dass auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes durch Unterlassen sowie Fahrerflucht in Frage kommt. 

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