Landleben 2.0 in Parschalling Wie sich dieser Landwirt für die Zukunft rüstet

In seinem Element: Georg Mayerhofer lebt für seinen Bauernhof. Foto: Andreas Reichelt

Familie Mayerhofer blickt auf eine 400 Jahre lange Geschichte in Parschalling zurück. Generationen von Bauern haben hier Vieh gezüchtet, Felder bestellt und ihre Kinder aufgezogen. Eine Tradition, auf die Georg Mayerhofer gern zurückblickt. Und die er weiterführen möchte.

Glattrasierter Kopf, modischer Vollbart und sympathische Ausstrahlung – das sind die ersten Eindrücke, die Georg Mayerhofer vor unserem Interview vermittelt. Vor dem Haus aufgereihte Kinderschuhe zeigen an, dass er Familienvater ist. Dass seine Kinder am Hof aufwachsen, scheint nur natürlich. Landwirtschaft ist kein bloßer Beruf, es ist ein Lebensweg.

Dass er im Jahr 2017 eine Auszeichnung als Landwirt des Jahres erhielt, hängt er nicht an die große Glocke. Einen erheblichen Teil seines Erfolgs sieht er ohnehin in der Unterstützung durch seine Frau.

„Wir leben Landwirtschaft“, versucht er, das gemeinsame Lebenskonzept zu umschreiben. Die Nähe seines Wohnhauses zum Betrieb habe durchaus auch Vorteile. So könne die Familie dadurch gemeinsam essen und ihn jederzeit erreichen.

Doch natürlich bedeutet ein Leben als Bauer auch viel Arbeit. In der Summe ist er sich aber sicher: „Der ganzen Familie gefällt diese Art des Lebens.“

Denkanstoß

Die starken Niederschläge im Jahr 2016 haben die Region arg gebeutelt. Als Feuerwehrkommandant hat Georg Mayerhofer die Aufräumarbeiten miterlebt, als Landwirt war er selbst betroffen. Das einschneidende Erlebnis hat den jungen Mann berührt. „Es hat mich dazu bewegt, unser landwirtschaftliches Tun neu zu überdenken“, erzählt er.

Im Juli 2021 hat er dann damit begonnen, im Bereich des Ackerbaus auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Im Januar 2022 soll die Tierhaltung dann nachziehen. Schon zuvor hatte er sein Augenmerk längst auf besonders nachhaltige Landwirtschaft gelegt. Doch dafür wird man nicht entlohnt.

„Es gibt den Weltmarktpreis, den die Landwirtschaft für ihre Produkte erhält“, erklärt er. „Und wenn ich zur Öko-Landwirtschaft wechsle, gibt es den Öko-Preis. Dazwischen gibt es nichts.“ Also beschloss er, seinen ganzen Betrieb umzustellen. Doch das ist gar nicht so einfach. „Wir machen im Grunde eine Rolle vorwärts“, lacht er. Einfach keine Chemie mehr zu verwenden reiche nicht aus.

Gerade in der Tierhaltung müsse sich auch der Platz pro Tier und der Auslauf verändern. Enorme bauliche Maßnahmen seien dafür notwendig. „Das wird wirklich eine große Herausforderung, aber der wollen wir uns stellen.“

Von Herzen Bauer

So kennt der junge Unternehmer die Probleme seines Berufs sehr gut. Doch er liebt ihn trotzdem. Als wir gemeinsam zu seinem neuesten Projekt fahren, wird seine Begeisterung deutlich.

Auf einem jüngst dazu erworbenen, alten Bauernhof hält er Wagyu-Rinder. Dieses Projekt soll wachsen und gedeihen. Georg betritt die Weide und die Tiere kommen zu ihm. Er streichelt, hegt und pflegt sie. Stolz betrachtet er die Kühe und Kälber.

Ein Stier ist auch dabei. „Der ist gerade auf „Liebesurlaub“ bei uns“, schmunzelt er. Ja, es sollen noch mehr Rinder auf der Weide werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie im NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 8. Sie finden es kostenlos zum Download unter www.passau-magazin.de.

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