Landkreis Landshut Buchsbaumzünsler - gesonderte Entsorgung hilft nicht mehr

Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind äußerst gefräßig. Sie können ganze Bestände zerstören. Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Wegen der bereits flächendeckenden Verbreitung des Buchbaumzünslers im Landkreis Landshut sieht der Kreis nun von gesonderten Entsorgungsregeln für befallene Pflanzen ab.

Ab sofort können mit dem Buchsbaumzünsler befallene Pflanzen im Landkreis über die Grüngutcontainer auf den Altstoffsammelstellen, in der Grüngutannahmestelle der Reststoffdeponie Spitzlberg und der Kompostanlage in Vilsbiburg entsorgt werden. Die bisherige Vorsorgeempfehlung, befallene Pflanzen in Säcken oder in Folien verpackt über den Sperrmüll oder die Müllumladestation in Wörth zu entsorgen, wird laut Pressemitteilung des Landkreises Landshut aufgehoben.

Der sehr warme Sommer war für die Entwicklung des Buchsbaumzünslers optimal. Er hat sich in kurzer Zeit sehr stark vermehrt. Um eine weitere Ausbreitung durch die auf den Altstoffsammelstellen aufgestellten Grüngutcontainer nicht noch zu unterstützen, gab es die Empfehlung, befallene Pflanzen in Säcke oder Folien zu verpacken und über den Sperrmüllcontainer oder direkt in der Müllumladestation zu entsorgen. Das Verpacken als Vorsorgemaßnahme sei aber inzwischen wirkungslos geworden, da sich der Zünsler bereits großflächig im Landkreis verbreitet habe.

Durch das Häckseln des Grüngutes und wegen der hohen Temperaturen bei der anschließenden Kompostierung werden die verschiedenen Entwicklungsstadien des Buchsbaumzünslers abgetötet. Von einer Eigenkompostierung der befallenen Pflanzen wird aber abgeraten, weil die hohen Temperaturen bei einer eigenen Kompostierung in der Regel nicht erreicht werden. Außerdem sollte sich bald der Herbst bemerkbar machen: Aufgrund der kühlen Nachttemperaturen sollten sich die Zünsler deutlich langsamer entwickeln.

 
 

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