Datenschutz war in den vergangenen Monaten nicht selten ein Hemmschuh im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Freiheit der Bürger wurde stark eingeschränkt, es gab nächtliche Ausgangssperren, doch wurde der Datenschutz nicht angetastet, was mitunter ärgerlich war. Nun jedoch zeigt sich der Bundesgesundheitsminister offen für einen Großangriff auf den Persönlichkeitsschutz und die Arbeitnehmerrechte. Jens Spahn tendiert dazu, Arbeitgebern für eine gewisse Zeit zu erlauben, den Impfstatus ihrer Beschäftigten abzufragen. "Wenn alle im Großraumbüro geimpft sind, kann ich damit anders umgehen, als wenn da 50 Prozent nicht geimpft sind", erklärt der CDU-Minister.

Das mag ja sein. Dennoch: Gesundheitsdaten sind aus gutem Grund für die Betriebe tabu. Das sollte so bleiben und nicht mit dem Verweis auf den Arbeitsschutz geändert werden.