Ärzte raten bei Endometriose häufig zur Pille. Eine Freischreiben-Autorin ist selbst von der Krankheit betroffen. Bei ihr hat die Pille alles nur noch schlimmer gemacht, aber die 22-Jährige hat die Krankheit anders besiegt. Eine Meinung.

Ich habe Endometriose, seit ich zwölf Jahre alt bin. Zunächst kamen die Schmerzen nur am ersten Tag der Periode. Mit den Jahren bekam ich sie bereits eine Woche davor und während der gesamten Blutung. Dazu kamen Schulter-, Knie- und Rückenschmerzen. Ich habe mich gegen die Pille gesträubt, da ich das Thromboserisiko beim Kombinationspräparat Gestagen und Östrogen nicht in Kauf nehmen wollte. Irgendwann war meine Verzweiflung so groß, dass ich es dennoch versucht habe. Ich nahm die Minipille (reines Gestagen-Präparat mit dem Wirkstoff Levonorgestrel). Diese Pille muss man ohne Pause einnehmen, somit soll die Periode ausbleiben.

Zu meinem Entsetzen blutete ich mehrmals im Monat, tagelang. Mein Körper schien völlig durcheinander zu sein, aber immerhin verschwanden meine Eierstockzysten. Ich wechselte zum Wirkstoff Desogestrel, in der Hoffnung, meine Periode nun endlich unterdrücken zu können. Konnte ich aber nicht.

Podcast zum Thema:

„Es ist, als würde man mich von innen anzünden. Oder als würde jemand von unten ein Messer in den Bauch rammen und es dreimal umdrehen.“ So fühlt sich für die 23-jährige Mia ihre Endometriose an. In der neuen Folge unseres Podcasts „Sprechstunde“ erzählt sie, wie sie mit der Krankheit lebt.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.